Frankreich greift private Ersparnisse an: 17 Prozent auf vergessene Konten
Im Entwurf zum französischen Haushaltsgesetz für 2027 plant Paris eine einmalige Abgabe von 17 Prozent auf sogenannte herrenlose Vermögenswerte. Betroffen sind vergessene Konten, Sparbücher und Lebensversicherungen, die bei der Caisse des Dépôts liegen. Auf den Bestand zum 31. Dezember 2026 soll der Satz erhoben werden. Bei einer Bemessungsgrundlage von rund 8,2 Milliarden Euro erwartet der Staat Einnahmen von 1,4 Milliarden Euro.
Offiziell heißt es, wer sich meldet, erhalte das Geld vollständig zuzüglich Zinsen zurück. Nach 30 Jahren ohne Reklamation fallen die Beträge ohnehin dem Staat zu. Oppositionspolitiker sprechen dennoch von einer systematischen Enteignung. Der Schritt gilt als Umsetzung der Forderung von Ursula von der Leyen, private Ersparnisse „nützlich“ zu machen.
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