Verwendung
Der Kreuzdorn zählt zu den ökologisch wertvollsten Gehölzen. Seine Blätter sind die Lieblingsspeise einiger Schmetterlingsraupen, die Früchte werden gern von Vögeln genascht und die unscheinbaren Blüten locken mit Nektar und Pollen Bienen und Insekten in Scharen an. Zudem bietet das Dickicht aus dornigen Ästen Vögeln sowie anderen tierischen Gartenbewohnern ein sicheres Zuhause. Der unkomplizierte und robuste Strauch fügt sich perfekt zwischen Heckenkirsche, Hundsrose und Hartriegel in Wildgehölzhecken ein. Wegen seiner tief- und weitgreifenden Wurzeln, die viele Ausläufer bilden, eignet sich der Kreuzdorn gut, um Böschungen zu befestigen.
Traditionell werden die getrockneten, reifen Beeren von Rhamnus cathartica in der alternativen Medizin als mildes Abführmittel eingesetzt. In früheren Zeiten wurde aus der Rinde gelber und aus den Beeren grüner oder roter Farbstoff gewonnen.
Rhamnus cathartica vermehren
Der Purgier-Kreuzdorn weiß sich durchzusetzen: Er verbreitet sich nicht nur über Samen, sondern auch mithilfe von Ausläufern. Eine gezielte Vermehrung ist also in den meisten Fällen überflüssig, gelingt aber durch Wurzelsprosse.
Krankheiten und Schädlinge
An Rhamnus cathartica findet man im Frühjahr gelegentlich die orangeroten Sporenlager des Haferkronenrostes, der zu den wirtswechselnden Rostpilzen gehört.
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