Vlaamsch en Duitsch
Voor het eerste feest des Duitsch-Vlaemschen
Zangsverbonds 14 en 15 juny 1846 – für das erste Fest des Deutsch-Vlämischen Sängerbundes gedichtet.
O Moederspraak, du bist my waard
En lief als geest en goed,
Dy hang ik aan met trouven aard,
Met zuiver jonglingsbloed;
Des vaderlands eerwaarde schoot,
Dien Arndt bezong , is breed en groot,
En wie`s lands grootheid af kan meten,
Zal dy, myn wellust, nooit vergeten.
In`t vlaamsch blonk myner moeder zang,
By`t teeder wiegenlied,
En zulk een dierbren zielenklank
Vergeet myn harte niet.
Doch duitsch en vlaamsch zyn nauv verwant,
Zoo nauv als rechte en linker hand,
En duitsch is duitsch , `t zy hoog of neder-
Dat klinke in onze zangen weder.
En duitsch zy duitsch ! Verdorr`geen telg
Aan Duitschland`s eikenboom,
By zyne schaduv ruste elk Belg
Van Maas en Scheldezoom.
Ja, duitsch zu duitsch ! Die taal alleen
Zegt ons van waar, zegt ons waarheen;
Der wetenschappen neveldalen
Verlicht zy met haar zonnenstralen.
Wie offer voor den Frank, verstomm`
Die woordenbedelaar,
Hy duizelt in het donker om,
En nimmer ziet hy klaar;
Gebonden ligt in zuider oord
Des beedlaars geest aan`t vreemde woord :
Athene , trots zyn wondergaven,
Noch Rome kan zyn ziele laven.
Slechts waar de spraakbron rein en klaar
Ter volksgeestlaving vloeit,
Slechts daar gedyt, wat recht en waar,
Wat godlyk ons doorgloeit.
Des roep ik van den Keulschen dom,
Waarop ik vol begeestring klom:
Verbindt u, Rhyn – en Scheldebroeders,
Blyft eeuwig uwer tale hoeders!
Deutsch und Vlämisch
Du Muttersprache bist mir lieb,
Mir lieb wie Geist und Blut,
Dir hang` ich an mit frommem Trieb,
Mit reiner Jünglingsglut.
Des Vaterlandes hehrer Schoß -
Wie Arndt es sang – ist breit und groß,
Und wer die Größe kann ermessen,
Wird er die Liebste je vergessen?
Daß Vlämisch mir die Mutter sang
Und mich als Kind beglückt,
Das weiß ich, und ihr Seelenklang
Noch heute mich entzückt;
Doch Deutsch und Vlämisch sind verwandt,
So nah` als recht` und linke Hand,
Und Deutsch ist Deutsch ,ob hoch ob nieder,
Das zeugen unsre Bundeslieder.
Und Deutsch sei Deutsch! Kein einz`ger Ast
Verdorr` am Eichenbaum,
Dann findet auch der ferne Gast
In seinem Schatten Raum.
Ja Deutsch sei Deutsch ! Die Sprache nur
zeigt uns des Wissens grade Spur,
Nur sie mit ihrem Glanzesstrahle
Erhellt des Forschens Nebelthale.
Wohl kennet seines Denkens Bild
der stolze Bettler nicht *)
Drum tölpelt er auch wirr und wild,
Drum wird es ihm nie licht:
Gefesselt lieget fort und fort
Des Bettlers Geist am fremden Wort:
Nicht Rom kann seinen Mangel enden,
Nicht Hellas mit den reichsten Spenden.
-Johan Michiel Dautzenberg, geboren am 06.12.1808 in Heerlen – verstorben am 04.02.1869 in Elsene-
(* La langue francoise est une gueuse orgueil-
leuse.- Die französische Sprache ist eine hoffärtige
Bettlerin. -Voltaire-)
@DeutscheDD
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