Erfurt verwaltet seinen eigenen Verfall Jährlich fragen wir nach, wie es mit dem Investitionsstau in Erfurt aussieht. Investitionsstau heißt in dem Fall, dass etwas schon längst gebaut, repariert oder erneuert hätte werden müssen, dies aber nicht gemacht wurde. Der Bedarf staut sich auf.
➡️
Eine aktuelle Anfrage unseres Fraktionsvorsitzenden Sascha Schlösser zeigt: 🛑
Investitions- & Sanierungsstau in Erfurt🔹 Städtische Gebäude:
644 Mio. € (davon Schulen 388 Mio., Kindergärten 117 Mio.)
🔹 Straßen, Brücken, Beleuchtung:
500 Mio. €🔹 Sportstätten:
170 Mio. €
🔹 Parks, Spielplätze:
22–27 Mio. €
🔹 Zoo, Feuerwehr, Abwasser: zusätzlich, teils nicht bezifferbar
Das ergibt weit über
1,3 Milliarden Euro. Zwei Drittel unserer Straßen sind in mittlerem bis sehr schlechtem Zustand und der Rückstand bei der Verkehrsinfrastruktur nahm in den letzten Jahren sogar zu.
Von 2022–2025 standen im Schnitt
166,5 Millionen Euro Investitionsmittel pro Jahr bereit, ausgegeben wurden aber nur
73,7 Millionen. Personalmangel, fehlende Planungskapazität, Kostensteigerungen und Förderdschungel verhindern das Investieren. Dass eine umfassende Reduzierung des Staus in den nächsten fünf Jahren nicht zu erwarten ist, gibt selbst der OB zu. Der Stau könne in einzelnen Bereichen sogar weiterwachsen. Die Stadt kennt den Bedarf, stellt das Geld ein und schafft es trotzdem nicht, es auf die Straße und in die Gebäude zu bringen. Wer den Investitionsstau nicht abbaut, obwohl die Mittel da sind, verwaltet einerseits den Verfall und plant dazu schon die nächste jahrelange Großbaustelle mit einer neuen Straßenbahnlinie.
AfD-Fraktion Erfurt 💙🇩🇪