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Bild: Knospe der Esche Wusstest du, dass…? Der Name Yggdrasil war eine Bezeichnung für den Weltenbaum und war unseren Vorfahren schon wichtig. Es handelt sich dabei um die Esche welche hauptsächlich in der nordischen Mythologie eine Rolle spielte. Ihre Krone reichte bis zum Himmel. Du kannst sie relativ einfach bestimmen. Sie hat schwarze eckige Knospen und gefiederte Blätter die bis zu 40cm lang werden. Verwechslungsgefahr besteht nur mit der Vogelbeere weswegen sie auch Eberesche genannt wird. Wenn du heute eine gesunde Esche findest, hast du eine von den 10 Prozent der gesunden erwischt. Die anderen leiden derzeitig unter einem Pilz namens „das falsche weiße Stengelbecherchen“. Dieser Pilz befällt die Zweige welche dann zu Grunde gehen. Du kannst solche Zweige an der beigen Verfärbung erkennen. Die Folge davon ist es, dass der Baum nicht mehr genügend Nahrung über Photosynthese produzieren kann und deshalb „verhungert“ also stirbt. Das Ganze dauert Jahre.
Das Eichhörnchen findet von all seinen Verstecken ca. 1000 Verstecke zielsicher wieder. Der Eichelhäher findet bis zu 10.000 Verstecke wieder. Man konnte beobachten, dass er durch geschlossene Schneedecken von niedriger Höhe, mit einem "Pick", die wertvolle Nahrung gefunden hat.
So ein kleiner Vogel und so intelligent. Wer von uns kann da mithalten in Sachen Versteckspiel? Jeden Tag ein weiteres Wunder, über das man staunen darf.
Ich grüße alle Tier- und Naturliebhaber da draußen. Waldcoach Michel
Im Schnitt finden die Teilnehmer 2 von drei Verstecken nach 2-3 Stunden wieder und sind sich meist nicht sicher, ob es wirklich das richtige Versteck war. Ich selbst tue mir auch regelmäßig schwer damit. Es ist für jung und alt immer ein schöner Spaß. Zurück zu den kleinen Bäumchen. Du ahnst es sicherlich schon. Die Eichhörnchen finden von den Verstecken auch nicht mehr alle. Und so kommt es, dass Artfremde Bäumchen am Fuße eines Artfremden großen Baumes anwachsen. Das Eichhörnchen hilft also bei der Verteilung der verschiedenen Sorten von Bäumen mit. Beim Eichelhäher ist das gleich. Er allerdings, findet deutlich mehr von seinen mehreren Tausend Verstecken wieder. Schätze mal wer die Nase vorne hat! Nebenbei, der Eichelhäher gehört übrigens zu den Rabenvögeln und mir persönlich gefällt er einfach sehr gut.
Wenn du durch den Wald gehst, findet man immer wieder kleine Bäumchen, die am Fuße eines Baumes einer anderen Sorte wachsen. Wie kommen die denn eigentlich dorthin? Im Frühling und Sommer leben die Tiere im Wald aus einem gut gefüllten Angebot verschiedenster Nahrungsmittel. Kräuter, frische Baumsprieße bis hin zu Pilzen und Sämereien gehören zu den bekanntesten Futterquellen. Für den Winter legen sich manche Tiere Vorräte an wie zum Beispiel der Eichelhäher und das Eichhörnchen. Beide verstecken sich hauptsächlich Sämereien, wie Buchecker oder Eicheln im Wald. Ein beliebtes Versteck ist für das Eichhörnchen der Fuß eines Baumes. Mehrere Tausend Verstecke mit Nahrung hat legt sich das Eichhörnchen an. Ebenso der Eichelhäher. Bei meinen Waldführungen die Erwachsenen und Kinder gerne mal ein Fichtenzapfen verstecken, den sie am Ende der Führung wieder finden müssen.
Dann ist die Bachblüte Elm genau das Richtige für dich! Du bekommst ein besseres Verständnis dafür, deine Kräfte maßvoll und im richtigen Verhältnis einzusetzen. Du entwickelst mehr Vertrauen in deine eigenen Fähigkeiten und lernst auch mal Nein zu sagen, wenn du dich wirklich überfordert fühlst. Du wirst gelassener im Umgang mit Problemen, entwickelst mehr Vertrauen zur Schöpfung und gehst den Weg deines Herzens.
Die Bachblüte Nr. 11 - Elm (englische Ulme) Du willst gute Arbeit leisten und deiner Berufung folgen? Du hoffst, in deinem Leben etwas Bedeutendes zum Wohle der Menschheit zu leisten? Du bist intuitiv und verantwortungsvoll? Du hast die Tiefe, innere Überzeugung das Richtige zu tun? Du vergisst manchmal, dass du deine körperlichen und geistigen Grenzen überschreitest? Du fühlst dich manchmal damit überfordert und glaubst, dass die Aufgabe die du dir gestellt hast zu schwierig ist und sie deine Kraft übersteigt? Du leidest durch die hohe Anspannung unter folgenden Symptomen? Rücken- und Bandscheibenbeschwerden, verspannte Schultern, Schwangerschaftsproblemen, bevorstehende Operationen, Leistenbruch, Zahnproblemen, Magenproblemen oder neigst zu Infekten? Fortsetzung folgt...
Was tun? Peter Wohlleben sagte zu mir während der Ausbildung, "Michael, wenn du Naturschutz betreiben willst, dann musst du folgendes tun..." Ich sah ihn an und er steckte demonstrativ die Hände in die Hosentasche und sagte zu mir: "Nichts tun. Finger weg!" Ich brauchte ein wenig Zeit um es zu verstehen. Heute weiß ich, dass er recht hatte. Zumindest aus meiner Sicht.
Ich wünsche euch allen einen gesegneten und bedeutsamen Tag. Harzige Grüße Waldcoach Michel
Die schwächsten trifft es am ehesten. Diese Flächen findest in den letzten Jahren immer mehr. Man kann den Borkenkäfer auch als Helfer ansehen, da er den Missstand in unseren Wälder aufzeigt. Man kann den Borkenkäfer auch bekämpfen, was man in den 80ern mit Borkenkäferfallen bereits probiert hat. Oder man nimmt den Käfer an und akzeptiert, dass er einen Missstand erkenntlich macht und diesen ausgleicht.
Du kannst das sogar riechen. Wenn du durch den Wald gehst und riechst den typischen Nadelbaumgeruch, dann ist es bereits zu warm. Die Fichte hat bereits Stress. Wenn gleich 18°C für die Buche eine optimale Temperatur ist, ist es für die Fichte schon extremer Sommer. Es ist für sie eine Last über diese Temperatur hinaus gehen zu müssen, auch wenn sie es kurzfristig kann. Bohrt sich in unserer Region der Borkenkäfer in die Rinde ein, fehlt der Fichte schlichtweg einfach die Spucke um ihn auszutreiben. Der Käfer hat somit ein leichtes Spiel. Er bohrt sich zwischen Rinde und Holz und futtert sich munter durch das Kambium. Irgendwann ist das Kambium so beeinträchtigt, dass der Baum seine Versorgung nicht mehr aufrecht halten kann. Das ist so, als würde man uns die Adern abdrücken. Nun passiert es, dass der Borkenkäfer sich auch noch optimal fortpflanzen kann und der große Angriff auf die Nachbarbäume beginnt. Ganze Flächen werden so durch den Buchdrucker befallen und sterben dann ab.
Morgen geht es weiter zu dem Thema welches aussichtslos erscheint, es aber nicht ist. Es gibt eine Lösung. Das Thema ist sehr groß und vielschichtig. Bleibt in eurer Mitte und fokusiert stets das, was ihr gerne in der Zukunft haben wollt. Darin liegt unsere Kraft!
Die Antwort ist einfach. Der Baum ist ein hervoragender Rohstoff für Papier und eignet sich optimal als Bauholz. Er lässt sich durch seinen geraden Stamm einfach im Sägewerk bearbeiten. Es sind einige Vorteile, die uns dazu veranlasst haben, die Fichte einzuführen. In letzter Zeit sieht man aber immer wieder, dass ganze Flächen mit Fichten absterben. Woran liegt das eigentlich? Die Antwort ist wiedermal einfach. Die Fichte kann sich nicht ausreichend wehren. Gegen wen? Ich erkläre es dir von Anfang an. Stell dir vor eine Fichte lebt in ihrem bevorzugten Gebiet, also Taiga ähnliches Klima. Wenn dort der Buchdrucker (der Borkenkäfer) kommt und sich durch die Rinde bohrt, spült die Fichte den Käfer spielerisch mit einem Tropfen Harz aus. Das bedeutet, dass die Fichte in "ihrer Heimat" gut aufgestellt ist, um sich wehren zu können. Warum ist das bei uns nicht der Fall? Es ist ihr einfach zu warm und zu trocken!
Ist die Fichte ein einheimischer Baum? Die Nadeln an den Fichten sind zum einen bis zu sieben Jahren am Baum und haben zudem eine besondere Aufgabe. Sie sollen die feinen Wasserperlchen des Nebels wie ein Kamm aus der Luft kämmen. Angesammeltes Wasser tropft so, meist in den Stunden des Nebels, herab und versorgt dadurch den Baum mit ständig Wasser. Zudem sind die Nadeln ganzjährig grün um das ganze Jahr über Photosynthese, also Zuckerlösung, produzieren zu können. Die Nadeln sind in ihrer Eigenschaft so aufgestellt, dass ihnen auch tiefer Frost nichts ausmacht und sie trotzdem grün bleiben. Sie liebt es also feucht und kalt. Ihre Heimat sind die Taiga, nordisches Skandinavien und die Höhenlagen im Alpenraum. Obwohl sie das bevorzugt, findet man sie weit verbreitet in tiefer liegenden Gegenden. Warum eigentlich?
Für einen Ulmen-Rinden-Tee werden 1 bis 2 Teelöffel Ulmen-Rinde mit 1/4 Liter kaltem Wasser aufgesetzt. Das ganze langsam zum Kochen bringen und 3 bis 5 Minuten köcheln lassen, kurz ziehen lassen und dann abseihen.
Davon kannst du 1 bis 3 Tassen pro Tag trinken. Den kalten Aufguss kannst du in dein Badewasser geben oder ihn für Waschungen und Umschläge verwenden.
Hildegard von Bingen schätzte die Ulme als Mittel gegen Gicht. Sie verwendete vor allem die Rinde.
Innerlich wird sie bei Durchfall, Gicht, rheumatischen Erkrankungen, chronischen Hautausschlägen sowie bei Fieber und Ödemen angewendet.
Ein Tee aus Ulmenrinde wirkt entzündungshemmend, wundheilend, harn- und schweißtreibend sowie blutstillend.
Äußerlich in Form von Waschungen, Bädern oder als Umschläge angewendet, findet sie ebenfalls viele Einsatzbereiche. Bei (chronischen) Ausschlägen, Abszessen, Furunkeln und schlecht heilenden Wunden. Bei Hämorriden werden Sitz-Bäder empfohlen. Bei Mund- Rachen und Zahnfleischentzündungen kann mit dem Tee gegurgelt werden.
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Die kleinen Bäumchen stehen oft zu hunderten unten zusammen und derjenige der gerade wächst, gibt dem anderen direkt noch Schatten dazu. Auf Dauer werden die kleinen Krummen sterben, da sie im Schatten keine Photosynthese betreiben können und dann verhungern.
Auch das kennen wir alle. Hieß es nicht immer:"Setz dich gerade hin! Iss deinen Teller auf!" Erkennst du die Ähnlichkeiten? Der Baum überlässt es den Kleinen wer der Nachfolger der Eltern wird.
Welch eine Geduld und Hingabe da doch gelebt wird.
Das erkennst du daran, wenn du im Winter durch den Wald gehst, an den braunen Blättern die allermeist nur an den sehr jungen und unerfahrenen Bäumchen hängen. Wenn nun im Frühjahr die jungen frischen Blätter ausgetrieben werden, muss der junge kleine Baum die alten erst abwerfen und braucht dafür sehr viel Kraft. Aber hier eilen schon die Eltern herbei und unterstützen die Kleinen durch zuschießen von Zuckerlösung.
Dieser Akt ist Kraft anstrengend und passiert dem jungen Baum nicht sehr oft, denn er lernt es wie unsere Kinder auch, durch Unterstützung und Hingabe der Eltern.
Die Kinder haben aber noch etwas zu lernen. Sie sollen einen geraden Stamm bekommen, um gut gewappnet zu sein gegen Sturm. Ein krummer Stamm ist verletzlicher weil er im inneren sehr viel Eigenspannungen hat welche dem Baum auf Dauer weh tun wie uns der Muskelkater.
Bäume lernen wie wir Menschen. In einem Wald der auf natürliche Weise seine eigenen Nachkommen, also Kinder, heranwachsen lässt, erkennen sich Eltern und Kinder an den Wurzeln. Es scheint so zu sein wie im Kindergarten, die Eltern stehen oben und die Kinder behütet unten drunter. Über die Wurzeln findet nun der Austausch von Zuckerlösung statt um den kleinen Bäumchen die Nahrung, also die Zuckerlösung zur Verfügung zu stellen. Das passiert den ganzen Sommer lang, bis die Eltern das Laub abwerfen. Jetzt erst ist es den Kleinen möglich, verwertbares Sonnenlicht für die Photosynthese zu bekommen. Oft macht es denen soviel Spaß, dass sie den richtigen Zeitpunkt verpassen, das Blattwerk abzuwerfen. Werden die Bäumchen durch ihren Übereifer von der Kälte erwischt, verbleiben die Blätter an den Ästen.
Ich grüße euch alle ganz herzlich an diesem schönen sonnigen Morgen.
Gestern war unsere Waldführung am Rand des Pfälzer Waldes. Genau wie die letzte Waldführung, war auch diese sehr angenehm für mich und fühle mich durch Rückmeldungen sehr geehrt. Ich bedanke mich für den angenehmen Spaziergang, die Rückfragen und gemeinsame Zeit mit euch zusammen. Beeindruckend für mich sind die weiten Wege die ihr auf euch genommen habt. Danke in die Schweiz, danke nach Bad Homburg, danke nach Bad Kreuznach, danke Alzey und Saarbrücken. Ich hoffe ich konnte eurem Einsatz der Fahrt entsprechend einen Ausgleich bieten. Es bleibt mir nur noch mal meinen tiefen Dank zum Ausdruck zu bringen.
Laut der keltisch-germanischen Mythologie wurde die Frau ("Embla") aus der Ulme erschaffen. Daher galt in der nordischen Tradition die Ulme als Urmütterlich und war daher ein wichtiger Schutzbaum. Im Mitteleuropäischen Raum wurde unter ihr, wie unter der Eiche und Linde, Recht gesprochen. Bis ins 19. Jahrhundert ließ die Kirche viele Ulmen fällen. Um 1920 brach eine Pilzkrankheit unter den Ulmen aus, die ihren Bestand weiter schwächte. Möglicherweise ist das Ulmen-sterben ein Hinweis darauf, wie sehr wir uns von der Natur abgeschnitten haben.