Wenn das Kind älter wird, lernen die anderen Dorfbewohner sein Lied. Wenn das Kind also hinfällt oder sich verletzt, findet sich immer jemand, der ihm aufhilft und sein Lied singt. Auch wenn das Kind etwas Wunderbares tut oder die Übergangsriten erfolgreich durchläuft, singen die Leute im Dorf ihm sein Lied, um es zu ehren.
Im Stamm gibt es eine weitere Gelegenheit, bei der die Dorfbewohner für das Kind singen. Wenn die Person zu irgendeinem Zeitpunkt in ihrem Leben ein Verbrechen oder eine sozial abweichende Handlung begeht, wird die Person in die Dorfmitte gerufen und die Leute aus der Gemeinschaft bilden einen Kreis um sie. Dann singen sie sein Lied. Der Stamm erkennt an, dass die Korrektur von antisozialem Verhalten nicht durch Bestrafung erfolgt, sondern durch Liebe und die Erinnerung an die eigene Identität. Wenn man sein eigenes Lied erkennt, will oder muss man nichts tun, was dem anderen schaden würde.
Fortsetzung folgt…
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