Immobiliensteuer: Vor acht Tagen abgelehnt, heute schon wieder auf dem Tisch
Deutschland möchte private Altersvorsorge fördern.
Gleichzeitig wird darüber diskutiert, Gewinne aus langfristig gehaltenen Immobilien künftig auch nach zehn Jahren zu besteuern.
Der Bundestag hat einen entsprechenden Vorstoß erst vor acht Tagen abgelehnt.
Jetzt empfiehlt ein Bundesratsausschuss eine ähnliche Regelung.
Offenbar wurde die Steuer nach ihrer parlamentarischen Beerdigung direkt in die zuständige Wiederaufbereitungsanlage gebracht.
Dort erhielt sie eine neue Drucksachennummer, einen frischen Stempel und einen Termin beim Bundesrat.
Die deutsche Steuerpolitik hat inzwischen ein funktionierendes Recyclingverfahren für abgelehnte Gesetzesvorhaben entwickelt.
Auf dem Friedhof gescheiterter Steuerideen hört man nachts wiederholt Schaufelgeräusche.
Ein Finanzbeamter flüstert:
„Die Zehnjahresfrist ist tot.“
Aus einem frisch ausgehobenen Grab ertönt:
„Nicht, solange es noch einen Ausschuss gibt!“
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/bundesrat-rhein-warnt-vor-steuer-auf-langfristige-immobiliengewinne-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-261016-930-847045
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