Die Kritik in der ukrainischen Gesellschaft an dem Vorgehen der Territorialkommandos, die Männer von den Straßen weg mit brutaler Gewalt in Kleinbusse schleppen und an die Front bringen, wird immer stärker. Vor einigen Wochen gab es deswegen Unruhen im westukrainischen Lviv, wo Sicherheitskräfte von Jugendlichen angegriffen wurden.
Nun hat das erste Mal eine bekannte ukrainische Persönlichkeit, die Sängerin Olga Poljakowa, zu diesem Thema ein Interview gegeben. Am 11. August erklärte Poljakowa im youtube-Kanal Ramin, die Ukraine sei ein Konzentrationslager. Die Menschen hätten Angst und würden die Verschleppung von Männern nicht kritisieren, weil sie sonst ebenfalls verfolgt würden.
Nach dem Interview bekam Poljakowa in der Ukraine massiv Druck. Ihr wurde eine prorussische Haltung vorgeworfen. Inzwischen hat die Sängerin erklärt, dass der Ausdruck Konzentrationslager falsch sei, aber im Kern blieb sie bei ihren Aussagen.
Das Auftreten der Sängerin zeigt, dass sich in der Ukraine etwas zum Guten ändert. Das erste Mal seit 2022, als in der Ukraine alle oppositionellen Fernsehkanäle abgeschaltet und alle Oppositionsparteien verboten wurden, gibt es in der Ukraine jetzt massive öffentliche Kritik an den Zuständen.
Es ist nicht verwunderlich, dass russische Medien über Poljakowa berichten. Dass die deutschen Medien komplett über Poljakowa schweigen, ist auch nicht verwunderlich. Denn die Ukraine soll weiterkämpfen als Stoßkeil deutscher und britischer Interessen gegen Russland.
Soviel ist sicher: Würde Poljakowa in Russland leben und Russland mit einem Konzentrationslager vergleichen, wären ihr die Titelseiten deutscher Zeitung sicher. Da sie aber in der Ukraine lebt, werden ihre Äußerungen von deutschen Medien übergangen. Irgendwie kann man das auch verstehen. Poljakowa könnte die Köpfe der Deutschen verwirren und das ist nicht erwünscht. Der Krieg gegen Russland darf noch nicht enden .... https://www.facebook.com/reel/4467404030177674
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