In einer weiteren Runde sprach ich mit dem Filmregisseur Wilhelm Domke-Schulz aus dem Raum Leipzig über die Eskalation im Ukraine-Krieg und welche Aussichten für einen Frieden es geben könnte. Russland greift verstärkt mit ballistischen Raketen ukrainische Rüstungsfabriken, Häfen und andere militärisch genutzte Infrastruktur in der Ukraine an. Die Ukraine muss zwar immer wieder Boden an die russischen Truppen abgeben, weitet aber als Ersatz ihre Drohnen- und Kampfbootangriffe weit über die Ukraine aus, bis ins Mittelmeer, das Kaspische Meer, nach Rumänien, Estland und Sibirien. Was sind die russischen Kriegsziele? Wladimir Putin spricht davon, dass die linke Seite des Flusses Dnjepr "immer russisch war", dass man die Ukraine mit Ultranationalismus nicht zusammenhalten kann und dass in einigen Jahren die westlichen Gebiete der Ukraine an Polen und andere osteuropäische Nachbarn gehen. Wir diskutierten auch, ob es zwischen der Ukraine und Russland so laufen könnte wie zwischen Tschetschenien und Russland, deren Verhältnis sich nach neun Jahren Krieg (1994 und 2003) komplett normalisiert hat? Schließlich sprachen wir über die Hintergründe des sogenannten Papp-Maidans in Kiew, wo Jugendliche für den zurückgetretenen Verteidigungsminister Mikhailo Fedorow demonstrierten, während sie den inzwischen abgesetzten ukrainischen Generalstabschef Oleksandr Syrsky scharf kritisierten. Offenbar war dieser Jugend-Protest vom Westen mit angeschoben worden, um eigene Personal- und strategische Interessen in der Ukraine durchzuboxen. https://youtu.be/Lct1JZ2c4lI
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