"Das Volk durchkneten" (Goebbels)
Nach dem ersten Weltkrieg mit 2,8 Millionen Toten auf deutscher Seite, wollte die Deutschen keinen Krieg mehr. Aber den Nazis gelang es durch beharrliches Einbläuen von "Ungerechtigkeiten gegen das deutsche Volk" und dem Beschwören "gefährlicher und habgieriger" Nachbarn, die Kriegsbereitschaft in Deutschland wieder auf ein Niveau zu schrauben, welches die deutsche Besetzung fast ganz Westeuropas und großen Teilen des europäischen Teils der Sowjetunion möglich machte. Die Technologie, die dabei angewandt wurde, nannte Propagandaminister Goebbels "Seelenkneten". Deutsche Radio- und Fernsehsender nutzen heute wieder diese Technologie. Kritische Journalisten und Professoren werden kaltgestellt. Russen kommen nicht mehr zu Wort. Das sind sehr beängstigende Parallelen.
Die NS-Führung beobachtete sehr genau die Stimmung im deutschen Volk, schreibt Manfred Weißbecker in der Jungen Welt. "So stellte, um nur ein Beispiel anzuführen, wenige Wochen nach der erfolgreichen »Heimholung« des Saargebietes im Januar 1935 und trotz allen Stolzes auf das bei Großkundgebungen »rasende« Volk Propagandaminister Joseph Goebbels in seinem Tagebuch unzufrieden fest (2. März 1935): »Alles hängt an seidenem Faden. Keine Massen loslassen. Dieses Volk muss noch durchgeknetet werden.« Im Zusammenhang mit der Verkündung der judenfeindlichen Gesetze auf dem Parteitag schrieb er am 24. Oktober 1935: »Mehr ans Volk heran! Keine faulen Entschuldigungen! Kein Fett ansetzen!«" https://www.jungewelt.de/artikel/525996.aufarbeitung-wir-m%C3%BCssen-%C3%BCber-opa-reden.html
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