Frage an ChatGPT:
Können Murmeltiere wirklich die Pest übertragen ? kann man die wirklich essen ?
Ja, beides stimmt! Murmeltiere können tatsächlich die Pest übertragen, und in einigen Ländern werden sie auch gegessen. Besonders interessant ist das in der Mongolei und in Teilen Zentralasiens.
1. Können Murmeltiere die Pest übertragen?
Ja. Vor allem das Sibirische Murmeltier (Marmota sibirica), auch Tarbagan genannt, gehört zu den Wildtieren, bei denen das Pestbakterium Yersinia pestis natürlich vorkommen kann.
Die Übertragung auf Menschen ist auf mehreren Wegen möglich:
• Flohbisse: Infizierte Flöhe können das Bakterium von Nagetieren auf Menschen übertragen.
• Direkter Kontakt: Beim Häuten oder Zerlegen eines infizierten Murmeltiers können Bakterien über kleine Hautverletzungen eindringen.
• Verzehr: Der Umgang mit infiziertem Fleisch und der Verzehr von rohem oder unzureichend gegartem Fleisch können ein Infektionsrisiko darstellen.
Das bedeutet nicht, dass jedes Murmeltier infiziert ist. Die Pest tritt in bestimmten natürlichen Infektionsgebieten auf.
2. Werden Murmeltiere wirklich gegessen?
Ja. In der Mongolei gibt es sogar eine traditionelle Zubereitungsart namens Boodog (Bodog). Dabei wird Murmeltierfleisch mit heißen Steinen gegart.
Das Gericht gehört zur regionalen Esskultur. Allerdings warnen Gesundheitsbehörden in Pestgebieten ausdrücklich davor, Murmeltiere zu jagen, zu zerlegen oder zu essen, weil es immer wieder zu menschlichen Pestinfektionen kommt.
3. Gibt es dafür wissenschaftliche Belege?
Ja, sogar konkrete Fallberichte.
Eine 2020 veröffentlichte Untersuchung dokumentiert zwei tödliche Pestinfektionen nach dem Verzehr roher Murmeltierorgane in der Mongolei.
Von 73 untersuchten menschlichen Pestfällen in der Mongolei seit 1998 standen:
59 % – Kontakt mit infizierten Murmeltieren
7 % – Verzehr roher Murmeltierorgane
Historische Falldaten aus der Mongolei, keine allgemeine Infektionswahrscheinlichkeit.
Durchgaren tötet das Pestbakterium zwar ab, doch bereits das Jagen, Transportieren und Zerlegen infizierter Tiere kann gefährlich sein.
4. Was bedeutet das für Annie Jacobsens Buch?
Die Geschichte mit dem Murmeltierfleisch ist biologisch durchaus plausibel. Genau deshalb eignet sie sich im Buch als glaubwürdige Erklärung für einen natürlichen Pestausbruch.
Jacobsen lässt ihren CIA-Analysten diese Erklärung allerdings anzweifeln, weil die angebliche Jagd im Januar stattgefunden haben soll, wenn Murmeltiere Winterschlaf halten.
Ein interessanter Unterschied: Es gibt auch einen dokumentierten Pestfall nach dem Ausgraben und Häuten eines winterschlafenden Murmeltiers. Winterschlaf schließt eine Infektion also nicht aus.
Damit lässt sich ein wichtiger Punkt aus dem Buch untersuchen: Die Murmeltier-Erklärung ist medizinisch möglich, auch wenn sie in Jacobsens fiktiver Handlung als Vertuschung dargestellt wird.
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