◦ Gleichzeitig kritisiert sie den ukrainischen Staat wegen aus ihrer Sicht unzureichenden Zivilschutzes.
Demografische Entwicklung
◦ Mendel betrachtet Bevölkerungsverlust und Abwanderung als existenzielle Gefahr für die Ukraine.
◦ Sie verweist auf die deutlich größere Bevölkerung der Ukraine Anfang der 1990er Jahre.
◦ Sie spricht von niedrigen Geburtenzahlen, hoher Sterblichkeit, Flucht und Kriegsverlusten.
◦ Daraus leitet sie ihre zentrale Forderung ab: Vorrang müsse die Erhaltung der ukrainischen Bevölkerung haben.
Mobilisierung und Rekrutierung
◦ Mendel kritisiert die ukrainische Mobilisierungspraxis sehr scharf.
◦ Sie behauptet, Männer würden teilweise gewaltsam aufgegriffen und misshandelt.
◦ Außerdem spricht sie von Korruption innerhalb des Rekrutierungssystems.
◦ Sie führt die geringe Bereitschaft vieler Männer zum Militärdienst unter anderem auf Kriegsmüdigkeit und Misstrauen gegenüber dem Staat zurück.
Korruption
◦ Korruption ist eines der zentralen Themen des Interviews.
◦ Mendel behauptet, Korruption durchziehe zahlreiche staatliche Bereiche.
◦ Besonders thematisiert werden Verteidigungsausgaben, Waffenbeschaffung und Drohnenunternehmen.
◦ Sie erhebt auch Vorwürfe gegen Personen aus Selenskyjs Umfeld.
◦ Teilweise beruft sie sich auf journalistische Recherchen oder öffentlich zugängliche Informationen, teilweise auf eigene Einschätzungen und Kontakte.
Oligarchen und Selenskyjs frühere Karriere
◦ Das Interview behandelt Selenskyjs frühere Beziehungen zu ukrainischen Oligarchen.
◦ Genannt werden unter anderem Ihor Kolomojskyj und Viktor Medwedtschuk.
◦ Mendel beschreibt Selenskyjs frühere Tätigkeit in der Unterhaltungsbranche und seine wirtschaftlichen Beziehungen.
◦ Sie wirft ihm vor, vor seiner Präsidentschaft von unterschiedlichen wirtschaftlichen und politischen Machtgruppen profitiert zu haben.
Demokratie und Meinungsfreiheit
◦ Mendel vertritt die Ansicht, die Ukraine entspreche gegenwärtig nicht mehr ihrem früheren Verständnis einer Demokratie.
◦ Sie verwendet dafür den Ausdruck „militarisierte Autokratie“.
◦ Sie kritisiert Einschränkungen der Meinungsfreiheit und den Umgang mit politischen Gegnern.
◦ Außerdem behauptet sie, dass es politische Gefangene gebe und abweichende Meinungen teilweise als prorussisch dargestellt würden.
Sanktionen gegen Mendel
◦ Nach ihrer Darstellung wurde sie von der ukrainischen Regierung mit Sanktionen belegt.
◦ Sie spricht von eingefrorenen Konten und wirtschaftlichen Einschränkungen.
◦ Außerdem seien ihre Social-Media-Konten Bestandteil der Maßnahmen.
◦ Sie interpretiert dies als Versuch, ihre politischen Äußerungen und ihre Friedensposition einzuschränken.
Myrotworez
◦ Mendel spricht darüber, auf einer ukrainischen Website beziehungsweise Liste geführt zu werden.
◦ Sie sagt, sie fühle sich bedroht und mache sich Sorgen um sich und ihre Familie.
◦ Gleichzeitig weist sie die Darstellung zurück, russische Propaganda zu verbreiten, und betont ihre Kritik an Putin und der russischen Invasion.
Europäisches Parlament
◦ Ausgangspunkt des Interviews ist ein Streit über Mendels geplanten Auftritt im Europäischen Parlament.
◦ Nach Darstellung des Interviews wurde ihr der Zutritt verweigert.
◦ Mendel erwähnt Gerüchte, Selenskyj habe darauf Einfluss genommen.
◦ Sie stellt jedoch selbst klar, dass es sich bei dieser behaupteten Einflussnahme um Gerüchte handelt.
◦ Sie interpretiert den Vorgang als Problem für Meinungsfreiheit und politische Debatte.
Maidan 2013/14
◦ Mendel berichtet, dass sie während des Maidan in Kiew lebte und journalistisch tätig war.
◦ Sie sagt, sie habe die damaligen proeuropäischen Ziele grundsätzlich unterstützt.
◦ Rückblickend sehe sie jedoch auch problematische Entwicklungen.
◦ Zu umstrittenen Fragen über die Schüsse auf dem Maidan vermeidet sie eine eindeutige Festlegung und verweist auf Untersuchungen und unterschiedliche Interpretationen.
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