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„Die Finanzierung der Nazis durch Wallstreet“ untersucht die wirtschaftlichen und finanziellen Verbindungen zwischen den USA und Deutschland von den 1920er-Jahren bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs.
Ausgehend vom Dawes-Plan und amerikanischen Krediten verfolgt der Comic Beteiligungen, Unternehmensbeziehungen, Patente und Technologietransfers sowie die Rolle deutscher Unternehmer bei der Unterstützung des NS-Regimes. Auch die Entwicklung während des Krieges, Behördenakten, Beschlagnahmungen und die spätere historische Aufarbeitung werden behandelt.
Bruda Schorsch begleitet die Geschichte als heutiger Beobachter und führt den Leser durch Archive, Dokumente und unterschiedliche historische Interpretationen. Dabei stellt der Comic die Positionen von Antony C. Sutton, Henry Ashby Turner und Adam Tooze gegenüber.
Im Mittelpunkt steht schließlich die Frage: Was ist tatsächlich durch Quellen belegt – und was ist Interpretation? Der Comic zeigt, dass es umfangreiche amerikanisch-deutsche Wirtschaftsverbindungen gab, warnt aber zugleich davor, daraus ohne weitere Belege die vereinfachte Aussage abzuleiten, „Wall Street“ habe als einheitlicher Akteur Hitler an die Macht gebracht.
Eine historische Spurensuche über Geld, Unternehmen, Macht – und den kritischen Umgang mit Quellen.
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