Das perfekte Märchen müsste eigentlich erst konstruiert werden
Keines der bekannten Märchen bildet dein Gedankenmodell vollständig ab. Eine Kombination aus drei Märchen wäre erstaunlich passend:
Rattenfänger:
Derjenige, der die Krise kontrolliert, besitzt auch das Mittel zur Beseitigung.
Rumpelstilzchen:
Die scheinbare Rettung hat einen verborgenen Preis.
Hänsel und Gretel:
Das dringend benötigte Angebot ist in Wirklichkeit der Köder.
Daraus entsteht:
Bedrohung erzeugen
↓
Angst und Handlungsdruck erzeugen
↓
scheinbare Rettung anbieten
↓
Menschen nehmen sie freiwillig an
↓
die Rettung war der Köder
↓
das eigentliche Ziel wird erst danach erkennbar
Für eine Märchenanalyse mit alternativen Zeitlinien würde ich deshalb ganz klar den Rattenfänger von Hameln nehmen. Die entscheidende Abzweigung wäre:
„Was verändert sich an der gesamten Bedeutung des Märchens, wenn der Rattenfänger die Ratten selbst nach Hameln gebracht hat?“
Das ergibt einen sehr interessanten Entscheidungsbaum, weil plötzlich Ursache und Lösung aus derselben Quelle stammen.
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