Der Regen, der in einen Wald fällt, fließt nicht ab. Er verlangsamt sich, versickert, filtert sich durch Humus und Bodenschichten und erreicht das Grundwasser. Weiter unten, manchmal Kilometer entfernt, speist er eine Quelle.
Wenn die Bäume fallen, bricht dieser Mechanismus zusammen.
Der Boden ohne Bedeckung verdichtet sich innerhalb weniger Jahre und wird undurchlässig. Der Regen fließt an der Oberfläche ab, statt einzusickern — er erodiert, überflutet, aber speist die unteren Schichten nicht. Der Grundwasserspiegel sinkt langsam. Die Quelle versiegt.
Das ist keine Metapher. Es ist dokumentierte Hydrologie, messbar und überwacht. In Deutschland zeigen Langzeitmessreihen des Bundesamts für Gewässerkunde und der Landesgrundwasserdienste, dass die Grundwasserneubildung in vielen Regionen seit den 2000er Jahren massiv zurückgeht — verstärkt durch die Dürrejahre 2018 bis 2020, in denen der Grundwasserspiegel in weiten Teilen Deutschlands bereits auf historische Tiefstände fiel.
Pflanzt Bäume 🌲 🌳!
Sie sind unsere Wasserinfrastruktur!
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