VERFRANZEN 📖
(sich verfliegen; mit dem Flugzeug unabsichtlich die falsche Route fliegen)
FLIEGERSPRACHE
Wer sich verfährt, verirrt oder auch in Gedanken komplett die Übersicht verliert, der hat sich irgendwie „verfranzt“.
Das Verb VERFRANZEN stammt aus der Fliegersprache des Ersten Weltkriegs und leitet sich von Franz ab (heute noch im Motorsport als Franzer üblich).
So wurde damals scherzhaft der Beobachter (Copilot) im zweisitzigen Flugzeug, der mit Flugkarte und Kompass für die Navigation zuständig war, genannt.
Hatte sich der „Franz” also verlesen oder wegen anderen Nachlässigkeiten die falsche Strecke eingeschlagen, so sprach man in Fliegerkreisen von „verfranzen”.
EMIL hat sich wegen FRANZ „verfranzt“
Im Übrigen wurden die Beobachter „FRANZ“ und die Flieger „Emil“ genannt. Wenn nun „Franz“ eine falsche Position oder einen falschen Kurs angab, verflog sich „Emil“. So hat er sich dann wegen Franz eben verfranzt.
Irgendwann bürgerte sich diese Redewendung in der Alltagssprache ein und wurde fortan verwendet, wenn sich jemand eben verfahren, verirrt, verflogen, verquatscht oder vertan hatte.
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