🇩🇪🇺🇦Nord Stream war ein legitimes Kriegsziel. Grüße aus einem deutschen Gerichtssaal.
Seit gestern steht der ukrainische Ex-Offizier Sergej Kusnezow in Hamburg vor Gericht. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm vor, an der Sprengung der Nord-Stream-Pipelines im Auftrag ukrainischer Stellen beteiligt gewesen zu sein.
Kusnezow bestreitet seine Beteiligung. Verteidigt wird er von drei Rechtsanwälten: Nicola Canestrini, Lars Brögeler und Jes Meyer-Lohkamp. Zwei Deutsche und ein Italiener.
Besonders interessant ist der Auftritt des italienischen Anwalts Nicola Canestrini.
Der erklärt vor einem deutschen Gericht, Nord Stream sei eine russische Waffe gewesen. Die Zerstörung der Pipelines könne deshalb ein legitimer militärischer Angriff gewesen sein.
Eine der wichtigsten Energieverbindungen Deutschlands. Ein legitimes militärisches Ziel.
Die deutsche Bundesanwaltschaft sieht das vollkommen anders. Sie betrachtet die Pipelines als zivile Infrastruktur und wirft Kusnezow deshalb unter anderem ein Kriegsverbrechen vor. Das Gericht hat darüber noch nicht entschieden.
Und da stehen nun drei Rechtsanwälte vor einem deutschen Gericht, zwei davon Deutsche, und vertreten die Auffassung, dass die Zerstörung einer zentralen Energieverbindung dieses Landes militärisch gerechtfertigt gewesen sein könnte.
Man lebt und arbeitet in Deutschland, nutzt die deutsche Infrastruktur und verdient in einer Wirtschaft sein Geld, in der es sich offenbar ganz angenehm wie die Made im Speck leben lässt.
Und anschließend wird vor Gericht darüber gestritten, ob man diese Infrastruktur nicht völlig zu Recht in die Luft gejagt hat.
Von der deutschen Wirtschaft leben und ihre Zerstörung rechtfertigen.
Schmarotzer. Nicht an Deutschlands Geld. An Deutschlands Gleichgültigkeit.
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Forwarded from News mal anders (Domi)
