Warum sich die kriminellen Clans freuen, wenn dieser Mann Bürgermeister von Neukölln wird
„Hier in Neukölln ist es für Clans etwas ungemütlicher geworden“, bilanzierte der Bürgermeister des Berliner Bezirks, Martin Hikel, im Sommer. Doch der Sozialdemokrat, der sich mit seinen Kampfansagen an kriminelle Großfamilien auch in der eigenen Partei nicht nur Freunde gemacht hat, wird das Amt bald aufgeben. Und als sein möglicher Nachfolger steht Ahmed Abed bereit, der Neuköllner Spitzenkandidat des Wahlsiegers Linkspartei.
Sollte Abed von der neu zusammengesetzten Bezirksverordnetenversammlung zum Bürgermeister von Neukölln gewählt werden, können sich Remmos und Co. freuen. Denn der Linken-Politiker kritisiert Hikels harten Kurs gegen Clankriminalität schon seit Jahren – besonders die regelmäßigen Razzien, an denen sich das Ordnungsamt des Bezirks beteiligt und die den Clans die Geschäfte erschweren.
...Auch die Zahlen der Berliner Polizei zur Clan-Kriminalität seien „aufgebauscht“, weil Ordnungswidrigkeiten zusammen mit Straftaten erfasst würden, schrieb Abed. Bei Clan-Kriminalität handele es sich um ein Konzept, das den „Islam- und Araberhass“ stärke, der in der Mehrheit der Gesellschaft vorhanden sei. Seine Eltern sind Palästinenser, er hat Verwandte im Gazastreifen, wie er selbst erzählte. Geboren und aufgewachsen ist er in Deutschland.
Als er 2022 zum Vorsitzenden der Linken-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung von Neukölln gewählt wurde, forderte er eine „Beendigung der stigmatisierenden Razzien“.
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