Umweltbundesamt
Woran die Elektrifizierung der Landwirtschaft scheitert
In der bayerischen Hallertau – das mit einem globalen Ernteanteil von 34 Prozent weltweit größte Hopfenanbaugebiet erstreckt sich auf rund 2400 Quadratkilometern zwischen Freising im Süden, Ingolstadt im Norden, Augsburg im Westen und Landshut im Osten – kommt das ganze Jahr über eine bestimmte Art von Traktoren zum Einsatz.
Sie heißen Hopfenschlepper und müssen bestimmte Maße einhalten, die es so bei Traktoren für die Ernte der meisten anderen Feldfrüchte nicht gibt.
Sie dürfen etwa nicht breiter sein als zwei Meter, um durch die engen Reihen der Hopfengärten zu passen. Die Kabine muss nach oben verengt sein, um Beschädigungen an den Reben zu vermeiden.
Und die Fahrer brauchen freie Sicht auf Seitenanbaugeräte, da das Fahren im Hopfengarten durch den engen Bewuchs an einen Tunnel erinnert.
„Nur wenige Hersteller haben sich auf dieses extrem spezifische Segment spezialisiert“, erläutert Michael Sametmayr aus dem direkt an der A 93 gelegenen Örtchen Wolnzach. Er und sein jüngerer Bruder sind Hopfenbauern in der vierten Generation.
„Dazu gehören Fendt Vario, eventuell noch John Deere. Entsprechend teuer ist die Anschaffung. Unsere Umsätze sind eh schon gesunken, weil die letzten Sommer ungewöhnlich heiß waren und die Leit seit Jahren insgesamt weniger Bier trinken.“
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