Migrationspolitik
Gebühr verzwanzigfacht: Japan verschärft Migrationspolitik drastisch
Japan hat seinen migrationspolitischen Kurs weiter verschärft. Seit Donnerstag müssen Ausländer für einen Antrag auf dauerhaftes Aufenthaltsrecht 200.000 Yen zahlen – bislang waren es 10.000 Yen. Des Weiteren hat die Regierung von Ministerpräsidentin Sanae Takaichi strengere Anforderungen an Einkommen, Rentenansprüche und Sprachkenntnisse beschlossen.
Die Antragsgebühr wurde damit auf einen Schlag verzwanzigfacht. Auch befristete Aufenthaltstitel werden deutlich teurer. Für eine Verlängerung oder Änderung des Aufenthaltsstatus über fünf Jahre werden künftig bis zu 75.000 Yen statt bisher 6.000 Yen fällig.
Die genaue Gebühr richtet sich künftig nach der Dauer des beantragten Aufenthalts. Die neue Gebühr für einen dauerhaften Aufenthalt entspricht umgerechnet rund 1.125 Euro.
Takaichi begründete die Verschärfung mit dem deutlichen Anstieg der ausländischen Bevölkerung. Es gebe japanische Bürger, die deswegen „Sorge und ein Gefühl der Ungerechtigkeit“ empfänden, schrieb die konservative Regierungschefin auf X.
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