Bundestagsabgeordneter
Linken-Politiker Koçak räumt Treffen mit Clan-Boss Remmo ein – und verstrickt sich in Widersprüche
Der Linken-Abgeordnete Ferat Koçak hat gegenüber der Zeit eingeräumt, direkten Kontakt mit dem Remmo-Clan-Chef Issa Remmo gehabt und bei dem Aufeinandertreffen eine Sachspende angenommen zu haben.
Koçak sprach mit einem Reporter der Zeit, nachdem veröffentlichte Chat-Nachrichten zwischen ihm und Firas Remmo, dem Sohn Issa Remmos, Fragen zu seinem Verhältnis zum Remmo-Clan aufgeworfen hatten. Seine Darstellung steht in diametralem Widerspruch zu seinen vorherigen Aussagen.
Obwohl Koçak parteiintern als profilierter Innenpolitiker gilt und das Vorgehen gegen Clankriminalität in der Vergangenheit als stigmatisierend und rassistisch bezeichnet hat, sei ihm zu diesem Zeitpunkt nicht bewusst gewesen, mit wem er schrieb und wer der Vater seines Chatpartners war.
Dem Zeit-Reporter präsentierte Koçak dazu ausgedruckte Chatverläufe, die zeigen sollten, dass das vertraulich klingende Gespräch keine besondere Nähe zu Remmo belege. Dazu gab er an, auch Personen, die ihm nicht nahestehen, als „Bruder“ zu bezeichnen.
Nach einigen Terminschwierigkeiten kam es schließlich am 6. Februar zu einem Treffen im Büro der Familie Remmo. Koçak behauptet, erst dort beim Anblick von Issa Remmo erkannt zu haben, mit wem er es zu tun hatte, da er ihn aus Medienberichten kannte
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