Koalitionsstreit lässt Steinmeier zum Hörer greifen
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich, angeblich aus Sorge um die Stabilität des Landes, in den jüngsten Koalitionsstreit eingeschaltet. Nach Informationen des „Spiegel“ rief Steinmeier am Dienstag bei Finanzminister und Vizekanzler Lars Klingbeil sowie Innenminister Alexander Dobrindt an, weil er um den Fortbestand der Regierung fürchtete.
Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der neueste Koalitionsstreit um die Pflegereform bedrohlich zugespitzt. Der Vorgang ist äußerst ungewöhnlich und wirft ein Licht darauf, wie ernst es derzeit offenbar um die Koalition steht. Normalerweise hält das Staatsoberhaupt sich aus den Regierungsgeschäften strikt heraus. Über den genauen Inhalt der Telefonate wurde in Regierungskreisen Stillschweigen gewahrt.
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