🎹 Der Pianist Nikolai Kuznetsov gehört zu den herausragenden Vertretern der neuen Generation der russischen Klavierschule. Als Preisträger von mehr als zwanzig internationalen Wettbewerben ist er bereits im Russischen Haus aufgetreten und wird bald erneut auf unserer Bühne zu erleben sein. Kürzlich wurde von der Firma „Melodija“ sein erstes digitales Soloalbum veröffentlicht. Die Aufnahme entstand im Großen Saal des Moskauer Konservatoriums auf einem Steinway & Sons Flügel im September des vergangenen Jahres.
„In diesem Programm habe ich drei persönliche Tagebücher in Klangform miteinander verbunden“, sagt Nikolai. „Beethoven, Schubert und Brahms, drei große deutsche Komponisten, deren Musik zu einer Offenbarung über die Einsamkeit geworden ist. Brahms nannte die Intermezzi op. 117 ‚Wiegenlieder seiner Trauer‘. Das ist ein erstaunlich präzises und eindringliches Bild. Die Musik wiegt den Schmerz, verbirgt ihn im Schatten. Die Drei Klavierstücke D. 946 von Schubert sind intime Seiten seines Tagebuchs. Sie enthalten keinen äußeren Glanz, nur Stille und Bekenntnis. Und schließlich erreicht in Beethovens ‚Mondscheinsonate‘ die Einsamkeit ihren Höhepunkt, von der Ausweglosigkeit des ersten Satzes hin zu einem leidenschaftlichen Protest gegen die Schicksalsschläge im Finale.“ 🎶
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