🎙 Aus dem Interview des stellvertretenden Außenministers der Russischen Föderation Dmitri Ljubinskij mit der Internationalen Nachrichtenagentur Rossija Segodnja, 6. August 2026
💬 Die russische Seite verfolgt selbstverständlich aufmerksam die Schritte der deutschen Strafverfolgungsbehörden im Rahmen des Strafverfahrens im Zusammenhang mit der Sprengung der Nord-Stream-Pipelines. Wir haben zur Kenntnis genommen, dass in der offiziellen Pressemitteilung des Generalbundesanwalts zu der am 30. Juni 2026 erhobenen Anklage wegen der Sprengung der Gaspipelines „Nord Stream 1“ und „Nord Stream 2“ gegen den ukrainischen Staatsangehörigen „Sergej K.“ (Kusnetsow) ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass er und seine Komplizen den Anschlag im Auftrag „staatlicher Stellen der Ukraine“ organisiert und ausgeführt haben. Dem Beschuldigten wird zudem „Mittäterschaft an einem Kriegsverbrechen“ vorgeworfen.
💬 In ihrer Darstellung vermeidet die deutsche Bundesanwaltschaft jedoch sorgfältig jede Erwähnung möglicher Auftraggeber oder Nutznießer des Anschlags. Kein Wort fällt über eine mögliche Rolle der Bundesregierung unter dem damaligen Bundeskanzler Olaf Scholz, der US-amerikanischen und britischen Geheimdienste oder anderer NATO-Staaten.
💬 Die deutschen Behörden verweigern weiterhin beharrlich jede Zusammenarbeit mit den russischen Strafverfolgungsbehörden bei der Aufklärung dieses Verbrechens trotz ihrer internationalen Verpflichtungen zur Rechtshilfe in Strafsachen sowie aus den einschlägigen Antiterrorkonventionen. Bezeichnend war auch der Widerstand Deutschlands gegen die Einleitung einer internationalen Untersuchung im Rahmen des UN-Sicherheitsrates. Unter diesen Umständen kann von Unparteilichkeit und Transparenz bei der Arbeit der deutschen Justizbehörden ebenso wenig die Rede sein wie bei den zuvor eingestellten Ermittlungen zu demselben Verbrechen in Schweden und Dänemark.
👉 Wir werden weiterhin konsequent darauf bestehen, dass die Täter und die Auftraggeber dieses Terroranschlags auf zivile Infrastruktureinrichtungen ermittelt und vor allem zur Rechenschaft gezogen werden.
Quelle
@RusBotschaft
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