🕯 Heute begeht Russland den Gedenktag für die im Ersten Weltkrieg gefallenen russischen Soldaten
Am 1. August 1914 trat das Russische Reich auf der Seite der Triple Entente in den Ersten Weltkrieg ein, der als „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ in die Geschichte einging.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts glich Europa einem Pulverfass. Der Kontinent war in zwei rivalisierende Mächteblöcke gespalten: die Triple Entente aus dem Russischen Reich, Großbritannien und Frankreich sowie den Dreibund aus dem Deutschen Kaiserreich, Österreich-Ungarn und Italien. Zwischen den europäischen Großmächten bestanden tiefgreifende Interessengegensätze, während das Wettrüsten jener Jahre bereits auf eine bevorstehende militärische Auseinandersetzung hindeutete.
Als unmittelbarer Auslöser des Ersten Weltkriegs gilt das Attentat von Sarajevo auf den österreichisch-ungarischen Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand. Verübt wurde es von Gavrilo Princip, einem Mitglied der nationalistischen Organisation „Mlada Bosna“. Am 23. Juli stellte Österreich-Ungarn Serbien ein bewusst unannehmbares Ultimatum. Es war der Funke, der den Weltenbrand entfachte.
Das Russische Reich, das als Schutzmacht der orthodoxen slawischen Völker auf dem Balkan galt, konnte nicht untätig bleiben und ordnete in der Nacht zum 31. Juli die allgemeine Mobilmachung an. Am 1. August erklärte das Deutsche Kaiserreich dem Russischen Reich den Krieg, am 3. August auch Frankreich. Am 4. August erklärte Großbritannien dem Deutschen Kaiserreich den Krieg. Am 6. August folgte Österreich-Ungarn mit seiner Kriegserklärung an das Russische Reich. Damit waren innerhalb nur einer Woche die führenden europäischen Großmächte in den Krieg eingetreten.
Aus einem zunächst regionalen Konflikt entwickelte sich ein Weltkrieg, in den schließlich 38 Staaten verwickelt wurden. Der Erste Weltkrieg dauerte etwas mehr als vier Jahre – von 1914 bis 1918. Insgesamt wurden rund 73,5 Millionen Menschen mobilisiert. Während des Krieges wurden etwa 20 Millionen Menschen verwundet und 10 Millionen getötet, darunter mehr als zwei Millionen russische Soldaten.
Zu den bedeutendsten Operationen des Ersten Weltkriegs zählt nach Ansicht vieler Historiker die berühmte Brussilow-Offensive im Sommer 1916. Der Durchbruch der Truppen des Russischen Reiches an der Südwestfront brachte Österreich-Ungarn ins Wanken und zwang das Deutsche Kaiserreich, erhebliche Kräfte von Verdun an die Ostfront zu verlegen.
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