🎙 Rede und Antworten auf Medienfragen des russischen Außenministers Sergej Lawrow beim SOZ-Außenministerrat, Tscholpon-Ata, 24. Juli 2026
Nach Anchorage sind wir mit den uns bereits vorliegenden, von US-Präsident Donald Trump gebilligten Vorschlägen der Vereinigten Staaten gekommen, und wir haben sie angenommen.
👉 US-Präsident Donald Trump hat mehrfach erklärt, auch in Anchorage: „Das ist unser Vorschlag. Ja, er ist teilweise ein Kompromiss.“ Wir haben dies akzeptiert, denn jede Vereinbarung muss wohl ein Kompromiss enthalten. Donald Trump fügte jedoch hinzu, Wladimir Selenskij werde das tun, was er vorgeschlagen habe. Nun, das wurde nicht getan.
Wir gingen davon aus, dass die Annahme der amerikanischen Vorschläge es ermöglichen würde, die Kampfhandlungen einzustellen und an den Verhandlungstisch zu kommen.
💬 Scheiterte der Vorschlag von US-Präsident Donald Trump daran, dass die Ukraine erklärte, sie werde nichts tun, oder dass die EU erklärte, sie sei nicht bereit? Schließlich sind die EU-Vertreter gleich nach dem Treffen in Alaska nach Washington geflogen und haben die US-Regierung lange massiv unter Druck gesetzt. Beim G7-Gipfel im Juni verabschiedeten sie eine Erklärung, wonach der Westen die Ukraine uneingeschränkt - auch in der Frage ihrer territorialen Integrität unterstützt - und dabei völlig ignoriert, dass in einem großen Teil des ukrainischen Territoriums Menschen leben, die zu „Terroristen“ erklärt wurden und die der neue Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte Mikhail Drapatyj, nun als „Unmenschen“ bezeichnet hat. Dabei will die G7, dass das Kiewer Regime die Krim, den Donbass und Neurussland – Gebiete, die heute innerhalb der Russischen Föderation liegen – zurückerobert und weiter Gräueltaten an den dort lebenden Russen verübt.
Der französische Präsident Emmanuel Macron hat erklärt, es gebe kein Anchorage mehr und keine Verständigung. Amerika stehe wieder auf ihrer Seite. Und der ukrainische Außenminister Andrej Sibiga sagte, sie hätten die Vereinbarungen von Anchorage begraben. Wenn dies Einschätzungen sind, die die Amerikaner teilen – was können wir dagegen tun? Selbstverständlich ziehen wir eine politisch-diplomatische Lösung vor. Doch unsere Ziele werden wir unter allen Umständen erreichen.
👉 Die amerikanischen Vorschläge werden so arrogant, geradezu verächtlich zurückgewiesen nicht zuletzt weil Selenskijs Regime mit Waffen hochgepumpt wird. Ihm werden massiv Drohnen geliefert, mit denen es die Stabilität der Russischen Föderation zu untergraben sucht, indem es Zivilisten und zivile Objekte angreift. Ein erheblicher Teil der Unterstützung für Selenskij macht die US-Hilfe aus. Und zwar nicht nur, weil die USA Waffen an die EU verkaufen, die diese dann an die Ukraine weitergibt, sondern auch, weil die Amerikaner der Ukraine Geheimdienstinformationen liefern und Starlink zur Verfügung stellen. Auch die Hochtechnologien, die man auf dem Gefechtsfeld einzusetzen verstehen muss, kommen nicht von ungefähr dorthin.
Ich wiederhole noch einmal: Unser Gewissen ist rein. Wir haben uns gesprächsbereit gezeigt, und wir sind bereit. Die andere Seite hat bereits ihre Stellung modifiziert, wie einem Zitat von US-Außenminister Rubio zu entnehmen ist. Wie dem auch sei, werden die Aufgaben, die Russlands Präsident Wladimir Putin im Juni 2024 gestellt hat, erfüllt werden.
🔗Quelle
@RusBotschaft
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