Etwas finstere Gedanken zum Sonnabend.
Bei uns klopft der Herbst, die Deutschen im Norden hätten ihre Freude, der erste Frost ist da, man könnte den ersten Grünkohl ansetzen.
Grund genug den Herbst zu begrüßen, das Feuer prasselt im Ofen, passend zur Jahreszeit wurde ein guter Cognac geöffnet - ein Janneau Bardinet aus dem Jahre 1933, ein außerordentlich guter Jahrgang, nicht nur bei edlen Weinbrand und so ziehen zu Zigarre und Cognac die Gedanken.
Mir kommen Gedanken aus unserer Geschichte und Literatur, ich erinnere mich an Ernst Jünger, seinem Werk "der Arbeiter", wo dieser niederschrieb, dass "der (eigentliche) Kampf, nicht der politischer Natur ist, sondern der, dass man einem Krieger im Urwald gleich an einem geographischen Punkt startet und sich mit Axt und Messer in der Hand durch das Gelände kämpft und eigentlich nur hofft, dass am anderen Ende dieses Geländes nun auch ein Kamerad gleicher Wege auf einem hinzu geht"
Nun, und ich befürchte Jünger hatte in einer Zeit, einem Menschenleben zurück recht.
Denn, was haben "wir"?
Eintausend fitzelchen ein jeder fühlt sich in Recht - und ist dennoch im Unrecht, da das Zentrum unseres Seins negiert wird; das nackte Leben und Überleben, der Schöpfung und unseres Volkes selbst, das allein von Bedeutung, keine Sympathien, keine Aufregung, keine Emotion und keine kindische Befindlichkeit und solang dies nicht in den Köpfen ankommt, man lieber sich selbst veralbert, indem man schalen und sauren Wein in neue Schläuche verpackt, wird es mit einer Heilung von Volk und Nation auch nichts werden - was mich traurig stimmt.
Und so sitze ich hier mit meiner "Axt im Gelände" und Grüße jene, die "am anderen Ende des Urwaldes" gleiches tun, ihr wisst, wer ihr seid.
Und der lumpige Rest?
Nun, entscheidet euch endlich, ob ihr ein Diener des Volkes seid - oder doch, was ihr vorgebt zu bekämpfen.
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Forwarded from Sören Schlesiger (Sören)
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