CD-Besprechung
Störmanöver - Knochensäge
Erschienen bei: www.germaniaversand.de
Gleich vorweg. Der zweite Teil ist besser als sein Vorgänger. Sowohl textlich als auch musikalisch. Zwar ist hier immer noch Luft nach oben, aber die Scheibe macht schon gute Laune. Klar, typischer Wieselsound, werden jetzt viele sagen. Und das stimmt auch. Aber wie meine Frau immer sagt: Entweder man mag es, oder eben nicht. Mir persönlich gefällt hierbei, dass man ein bisschen mehr die Metalschiene fährt und den klassischen Rechtsrock etwas verlässt. Kurz gesagt: die Klänge werden rauher und brutaler. Aber für mich noch zu wenig. Das muss noch mehr scheppern. Zur Musik passt das Coverbild wie die Faust aufs Auge. Gestern aufgeTAUCHT und heute an der Knochensäge. Gruss an Robin. Sieht stark aus. Ich finde ja, dass das Cover eines Albums immer zur Musik passen sollte. Und genau das wurde hier gemacht. Sehr gut.
Es gibt hier zwei, drei Lieder die mir persönlich nicht so zusagen, aber andere wiederum um so mehr.
Diese möchte ich kurz hervorheben.
"Brigade der Verdammten"
Es geht um verhasste Männer, die nichts haben und sich ihre Ehre im Kampf für die Heimat wiederholen wollen. Starker Text, starker Sound mit etwas Ohrwurmgarantie.
"Knochensäge"
Ein Song über deutsche Wertarbeit, die den Feindes des Reiches das fürchten lehrte. Auch stark.
"Holodomor"
Das mit Abstand beste Lied auf der CD. Es geht um das Verbrechen der Kommunisten an den Ukrainern, als diese eine ganze ukrainische Region verhungern liessen. Starkes Thema im Mantel einer Meralballade. Sehr emotional und stimmlich perfekt vorgetragen. Für mich sogar eines der besten Lieder in diesem Jahr.
Der Rest der Gestaltung passt gut zu den Texten und zum Coverbild. Düster, einsam, verwaist, melancholisch. Ein Soldat inmitten einer ergrauten Kulisse vor einer Burg. Stark. Toll gemacht👍
Fazit: Besser als vorher. Mehr Abwechslung als sonst, aber immer noch mit Luft nach oben. Weitermachen. Gute Arbeit.
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