CD Besprechung
Lebensrecht (2) - Arterhaltung
Erschienen bei: www.one-eight-versand.de
Eine Dreier-Split CD, wenn man so will, der etwas anderen Art. Mit am Start sind Renitenz, Herzschlag und Mjölnir. Gerade bei Mjölnir finde ich es schade, dass man für das was man leistet und was man abliefert, leider zu wenig Beachtung findet. Aber kommen wir direkt zur Musik auf dieser Scheibe. Von Balladen bis hin zum Rock mit Metaleinschlägen kriegt man hier wahrlich alles geboten. Ich persönlich mag es ja immer wieder, wenn man beim zuhören Ähnlichkeiten zu allen möglichen anderen Bands und Stilrichtungen raushört. Und das ist hier besonders ausgeprägt. Typische melodische Abläufe aus den späten 90ern und frühen Nullerjahren, ein bisschen BED Sound, oder auch Klänge der neueren Sachen von Spreegeschwader. Teilweise, nicht durchgehend, hört es sich an wie eine musikalische Reise durch die Vergangenheit. Das soll aber nicht heißen, dass man keine eigenen Akzente setzt. Im Gegenteil. Jeder für sich hat seine eigene Grundlinie und bietet vor allem Abwechslung, die besonders hervorsticht. Mal schneller, mal langsamer und zwischendurch regelrechte Abbiegungen, die vor allem überraschend kommen. Das gefällt mir besonders gut. Quasi wie ein Film mit Wendungen.
Textlich beschreiten alle Künstler zwar keine neuen Wege, drücken aber bei wichtigen Themen den Finger tief in die Wunde. Am allerbesten finde ich den Song "Taten statt Worte" und da besonders den Anfang. Dabei geht es auch um Ausreden die jeder kennt, weshalb man heute nichts machen könne für die gemeinsame Sache. Mit ein bißchen Selbstreflexion erkennt man sich bei manchen Dingen auch selbst wieder.
Da ich kein großer Balladenfreund bin, sagen mir die schnelleren Songs natürlich mehr zu, wobei alles zusammen, von der Ballade hin zum Hardrock, ordentlich in die Breite geht.
Im Beiheft geht man auf das Projekt Lebensrecht ein und man besteht darauf, dass es sich dabei nicht um eine bloße Liedersammlung handelt, sondern das alle gemeinsam angepackt haben und somit auch der Song Arterhaltung zusammen eingesungen wurde. Außerdem sind im Heft alle Texte abgedruckt und das Cover passt wie die Faust auf's Auge zum Gesamtprojekt.
Fazit: Auch hierbei kann man sagen: Keine CD wie viele andere. Schönes Teil.
Natürlich auch im Radio unter: www.rock-hate.de
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