CD Besprechung
Eskalation - Stimme der Straße
Erschienen bei: www.opos-records.com
2011 erschienen und voll an mir vorbeigerauscht. Ehrlich gesagt hab ich beim ersten Anblick der CD gedacht, dass mich jetzt hier typischer [nicht abwertend gemeint] Schrammel-Oi erwartet, - aber weit gefehlt. Gesangstechnisch wird nicht einfach in einer Tonlage reingegröhlt, sondern schön die jeweiligen Textpassagen angemessen betont. Hier und da muss man zweimal hinhören, aber ansonsten alles klar verständlich. Musikalisch wird auch nicht wild drauf rumgebolzt. Eher im Gegenteil, war ich schon überrascht, wie geradlinig die Melodien ins Ohr gehen.
Textlich gesehen gefallen mir hier einige Songs richtig gut:
Da hätten wir z.B. das Lied "Ach wie gut". Das Lied geht quasi an die Oberlehrer der Sittenbullerei innerhalb der Bewegung.
Als nächsten wäre da "Ich bereue nichts". Ein persönlicher Rückblick auf den Weg des eigenen Lebens. Vorgetragen als Rockballade. Schön emotional.
Und der beste Song auf der Scheibe? Klarer Fall:" Halte durch". Ein brachialer Mutmacher für alle inhaftierten Kameraden. Krasse Stimmlage, düster, hoffnungsvoll und mit richtig guten Bass- und Gitarrenlinien. Einfach klasse gemacht.
Insgesamt gesehen ein Album voller Stärke, Spass, Mut und Kampf. Depressionslevel quasi bei Null. So muss das sein.
Zur Gestaltung. Das Cover sticht zwar wenig ins Auge, außer das Bandlogo, aber das 16 seitige Faltbeiheft ist sehr gut gemacht. Faltet man es auseinander, hat man auf der einen Seite ein Poster und auf der anderen Seite alle Texte. Sieht stark aus. Aber die Texte sind leider auch hier zu klein. Aber gut, man soll die Musik ja auch hören.
Fazit: Ein Album das Spaß macht zu hören und nicht langweilig wird - auch nicht bei den langsameren Liedern.
Natürlich auch im Rock Hate Radio unter www.rock-hate.de
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