„Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe verhandelt in der kommenden Woche an zwei Tagen über ein hochumstrittenes Thema: die Erbschaftsteuer. Und nur wenige Tage vor den Verhandlungen bringt ein internes Papier der CDU neue Bewegung in die Debatte: Stefan Nacke, Vorsitzender der Arbeitnehmergruppe der Unionsfraktion, fordert darin eine höhere Besteuerung großer Erbschaften und Schenkungen.
Das Papier mit dem Titel "Leistung muss mehr zählen als Herkunft", über das die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) berichtet, kritisiert, dass hohe Erbschaften und Schenkungen oft zu niedrig besteuert würden – und warnt vor den Folgen für den sozialen Zusammenhalt. Wer mehr Eigenverantwortung fordere, dürfe sich nicht damit zufriedengeben, dass aktuell Aufstieg oft eher durch Erbschaft und weniger durch Leistung möglich sei, heißt es darin. Co-Autor des Papiers ist Friedrich von Schönfeld, Finanzvorstand des Deutschen Caritasverbands.
"Leistung muss sich mehr lohnen als Erben", zitiert die "SZ" aus dem Papier. "Wer seinen Kindern etwas hinterlassen möchte, handelt verantwortlich." Darin liege ein Antrieb, zu arbeiten, zu sparen und unternehmerische Risiken einzugehen. Diese Lebensleistung verdiene Respekt. "Aber die Leistung des Erblassers ist nicht die Leistung des Erben." Eine Gesellschaft, die Eigenverantwortung verlange, müsse deshalb auch danach fragen, welche Aufstiegschancen diejenigen haben, die ohne Vermögen beginnen, soll darin zu lesen sein.(…)“
https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_101469424/hoehere-erbschaftsteuer-ueberraschender-vorstoss-aus-der-cdu.html
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