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🌼 Ein Herbstmärchen am Don: Tausende Chrysanthemen und eine unglaubliche Farbenpracht
Freunde, heute reisen wir in den Süden Russlands, in die Oblast Rostow. Hier, im kleinen Weiler Starosolotowski, verwandeln sich jeden Herbst Hunderte üppige Chrysanthemenbüsche in einen riesigen blühenden Garten.
Es ist nicht einfach nur ein Blumenbeet, sondern ein ganzes Blütenfeld, das sorgfältig angelegt wird, damit Besucher die Farben des Don-Herbstes erleben können.
Willkommen im Ethno-Chutor Starosolotowski und bei seinem berühmten „Chrysanthemenball“.
🌸 Der Chrysanthemenball: Ein Fest der Farben
Der „Chrysanthemenball“ ist eine herbstliche Tradition, die hier seit mehreren Jahren gepflegt wird. Auf einer eigens angelegten Fläche blühen gleichzeitig Tausende Chrysanthemen in unterschiedlichsten Farbtönen.
Die großen Blüten bilden einen bunten Teppich, hinter dem sich die weite Landschaft des Don erstreckt.
Die Chrysantheme wurde dabei nicht zufällig gewählt. Ihr Name stammt aus dem Griechischen und bedeutet sinngemäß „Goldblume“ – passend zu Starosolotowski, dessen Name ebenfalls an Gold erinnert.
Auch in anderen Kulturen besitzt die Chrysantheme eine besondere Bedeutung. In Japan ist sie eng mit dem Kaiserhaus verbunden und gilt als Symbol für Langlebigkeit. In Europa ist ihre Symbolik dagegen unterschiedlich: In manchen Ländern ist sie vor allem eine Trauerblume, in anderen steht sie für Freude und Glück.
🏡 Ein Chutor, der zum Museum wurde
Starosolotowski wurde 1685 gegründet und unterschied sich lange kaum von vielen anderen kleinen Siedlungen am Don.
Bekannt wurde der Ort unter anderem durch die Verfilmung von Michail Scholochows Roman „Der stille Don“ unter der Regie von Sergei Ursuljak. Teile der Filmkulissen – Kosakenhäuser und Gehöfte – wurden hier erhalten, um die Atmosphäre des fiktiven Scholochow-Dorfes Tatarski nachzubilden.
Heute gehört das ethnografische Freilichtmuseum „Der stille Don“ zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Ortes.
Hier stehen mehrere Kosakenhäuser, die unterschiedliche Lebensverhältnisse zeigen: das Haus der Astachows mit Schilfdach und Lehmboden, das Gehöft der Melechows und das wohlhabendere Haus der Korschunows mit Metalldach und Holzböden.
In den Räumen wirkt vieles so, als hätten die Bewohner das Haus gerade erst verlassen: Kleidung hängt an den Wänden, Schuhe stehen bereit und auf den Tischen liegen Haushaltsgegenstände. Neben Requisiten aus den Dreharbeiten sind hier auch historische Gegenstände und Rekonstruktionen des Kosakenalltags zu sehen.
2019 wurde Starosolotowski als erster Ort der Oblast Rostow in die Vereinigung „Die schönsten Dörfer und Kleinstädte Russlands“ aufgenommen.
🌿 Nicht nur Chrysanthemen
Der Chutor verändert sein Gesicht mit den Jahreszeiten. Im Sommer blüht hier ein rund drei Hektar großes Lavendelfeld, im Herbst übernehmen die Chrysanthemen die Hauptrolle.
Daneben gibt es einen Rosengarten, einen Fliedergarten und Weinberge. Besonders interessant ist die alte Don-Rebsorte Krasnostop Solotowski, eine der bekanntesten autochthonen Rebsorten Russlands.
So verbindet Starosolotowski gleich mehrere Geschichten miteinander: die Kultur der Donkosaken, die Welt des „Stillen Don“, alte Weinbautraditionen – und ein Meer aus Blumen, das den kleinen Chutor jeden Herbst für einige Wochen vollkommen verwandelt.
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📍 Die Koordinaten des Ortes: hier verfügbar
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