🔥 Aus Schülerprotesten ist eine Staatskrise geworden, und die Gewerkschaften steigen jetzt mit ein.
Bericht von Verschwörungen
In Frankreich gehen am Dienstag Schüler, Studenten und Gewerkschaften zu einem landesweiten Aktionstag auf die Straße. In Paris beginnt die zentrale Kundgebung um 14 Uhr auf der Place de la République, Demonstrationen gibt es auch in Lyon, Marseille, Toulouse, Bordeaux und weiteren Städten. Im Großraum Paris bleiben vorsorglich 200 Gymnasien geschlossen. Seit dem 28. September zählt das Innenministerium 6.059 Festnahmen und 715 verletzte Polizisten und Gendarmen.
Die Zahlen gehen je nach Behörde auseinander. Das Justizministerium nannte 5.060 Festnahmen, 87 Prozent davon Minderjährige, und 1.802 Strafverfahren. Allein am Montag gab es laut ZDF Proteste an 589 Schulen und 984 Festnahmen. Der Bildungsminister sprach von 24 Schulen, die in Brand gesteckt oder verwüstet wurden. Matignon meldete 215 verletzte Schüler und 85 verletzte Beschäftigte im Bildungswesen.
Ein Fall erschüttert das Land. In Lens verlor ein 15-Jähriger am Montag eine Hand. Ob die Polizei eine Granate in die Gruppe feuerte oder der Junge sie aufhob, ist noch offen, die Polizeiaufsicht IGPN ermittelt. In Tours verlor ein 16-Jähriger nach Angaben der Staatsanwältin das Augenlicht auf einem Auge. In Saint-Ouen-l’Aumône erlitt ein 14-Jähriger laut BBC einen doppelten Kieferbruch, mutmaßlich durch eine Tränengasgranate.
Die Fronten sind verhärtet. Premierminister Lecornu stellte am Sonntag einen Plan mit fünf Baustellen vor, etwa zur Vertretung fehlender Lehrer. Die Schülergewerkschaft USL sagt laut BBC, die Regierung habe nichts Konkretes angeboten. CGT-Chefin Sophie Binet sprach im Sender TF1 von einer „répression inédite“, also einer beispiellosen Repression. Lecornu erklärte, man werde der Gewalt keine Zugeständnisse machen.
Marine Le Pen sieht hinter den Krawallen mehr als Schülerprotest. Laut BBC sagte sie, es gehe um Ausschreitungen, die von Profis organisiert und von Abgeordneten der linken La France Insoumise begleitet würden. Der LFI-Bürgermeister von Saint-Denis, Bally Bagayoko, hatte Ende September gesagt: „La violence, à un moment donné, elle peut être légitime aussi.“ Übersetzt: Gewalt könne irgendwann auch legitim sein. Der Pariser Polizeipräfekt zeigte ihn an. Am Dienstag rief Bagayoko zu friedlichem Protest auf.
Aus Sicht vieler Bürger stellen sich Fragen. Wie konnte es so weit kommen, dass ein Staat Hunderte Schulen schließen muss? Welche Rolle spielen linke Politiker, die Gewalt für legitim erklären? Und wer schützt die Lehrer und die Schüler, die einfach lernen wollen?
Für Deutschland ist das mehr als eine Meldung aus dem Nachbarland. Frankreich ist der wichtigste Partner in der EU, seine Krise drückt bereits auf den Euro. Offen ist, wie der heutige Tag verläuft und ob die Regierung einlenkt. Auch in Belgien kam es bei Schülerprotesten zu Ausschreitungen.
📰 Quellen: La Croix, 06.10.2026; ZDFheute, 06.10.2026; ORF, 06.10.2026; BBC, 05.10.2026; franceinfo, 30.09.2026; Exxpress, 05.10.2026; Epoch Times, 06.10.2026
📌 Faktenbox
①Landesweiter Aktionstag am Dienstag
②6.059 Festnahmen seit 28. September
③715 verletzte Polizisten
④200 Gymnasien in Paris geschlossen
⑤15-Jähriger verlor eine Hand
⑥Polizeiaufsicht ermittelt
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t.me/GeheimesWissenDerEliten