🇩🇪 Keine Fregatten, aber schon eine Milliardenrechnung: Der F126-Skandal spitzt sich zu
Die Opposition fordert von Boris Pistorius Erklärungen, nachdem das Projekt für die neuen Fregatten der Klasse F126 gestoppt wurde. Deutschland hatte bei der niederländischen Werft Damen Schelde Naval Shipbuilding sechs Schiffe im Gesamtwert von rund zehn Milliarden Euro bestellt. Wegen Verzögerungen beendete das Verteidigungsministerium jedoch das Projekt. Nun behauptet Damen, die Entscheidung sei politisch motiviert und unrechtmäßig gewesen, und stellt Forderungen von fast 4,7 Milliarden Euro an Deutschland.
Besonders unangenehm für Berlin: Für F126 wurden bereits mehr als 2 Milliarden Euro ausgegeben, obwohl noch kein einziges Schiff gebaut wurde. Das Verteidigungsministerium wiederum beabsichtigt, seinerseits eigene Schadensersatzforderungen gegen Damen geltend zu machen. Unterdessen hat die Bundeswehr bei TKMS bereits vier andere Fregatten bestellt, von denen die erste im Dezember 2029 geliefert werden soll.
Die Rechnung der Aufrüstung fällt damit ungewöhnlich aus: Mehr als 2 Milliarden Euro sind bereits ausgegeben, Schiffe gibt es keine, und vor Gericht steht nun noch ein Streit um fast 4,7 Milliarden Euro bevor.
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