Quelle zum Weiterlesen: De-RTnews.com
🗣️Souveränität auf der Zunge, Staatsbetrieb in der Hand. Eine Militärjunta eröffnet eine Staatsraffinerie und verspricht die ganze Kette – Förderung, Verarbeitung, Verkauf. Nationalisten klatschen, weil ein Hauptmann den Westen beleidigt. Sie übersehen den Träger: Diktatur plus Staatsunternehmen. Genau diese Kombination hat in Afrika und alle anderen Kontinente oft denselben Film gedreht – erst Flagge, dann Filz, dann Gewalt.
Enteignung steckt im Modell, auch wenn man sie „Souveränität“ nennt. Seit 2024 hat das Land Minen an die Staatsfirma SOPAMIB gezogen, darunter Boungou und Wahgnion, zuvor bei Endeavour. Fünf Assets wurden per Dekret übertragen. Der freie Staatsanteil stieg von zehn auf fünfzehn Prozent, bei einzelnen Projekten noch höher. Es gab Kaufpreise, Analysten sprechen trotzdem von unter Marktwert und von Lizenzentzug. Das ist kein klassischer Banküberfall. Es ist Raub mit Amtsstempel: Wer den Gewehrlauf hat, diktiert den Anteil.
Die Raffinerie ändert daran nichts. Ein Staatsbetrieb soll 164 Tonnen Gold im Jahr veredeln, später mehr als das Land selbst fördert. Wer glaubt, eine Junta verwalte so etwas effizienter als private Minen, kennt die Bilanz afrikanischer Militärregime und Staatsminen. Korruption folgt dem Gold, nicht der Rhetorik. Sankara-Romantik ersetzt keine Buchhaltung. Geschichte ist hier keine Deko: Wer den Staat zum Monopolisten macht, bekommt meist Unterdrückung und leere Kassen – nicht Wohlstand für die Grube nebenan.🗣️
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