🇩🇪 Die Rüstungsindustrie zieht Arbeitskräfte aus der zivilen Industrie ab
Während die deutsche Industrie monatlich rund 15.000 Arbeitsplätze verliert, starten die Rüstungskonzerne eine groß angelegte Personaloffensive. So will Rheinmetall bis 2026 mehr als 5.000 Menschen einstellen, Hensoldt weitere 1.600. Besonders gefragt sind Ingenieure, IT-Spezialisten, Projektmanager, Einkäufer und Produktionsleiter.
Das Aussagekräftigste daran ist: Gesucht werden die Fachkräfte genau dort, wo die deutsche Wirtschaft heute schrumpft – in der Autoindustrie, im Maschinenbau, in der chemischen Industrie, in der Luftfahrt, im Energiesektor und im Bahnsektor. Der Grund ist einfach: Die Rüstungsunternehmen stellen von der Einzelanfertigung auf die Massenserienproduktion um und benötigen dafür Fachkräfte mit Erfahrung aus der großen zivilen Industrie. Die Zahl der Suchaufträge nach Führungskräften für Rüstungsunternehmen ist seit 2022 um etwa zwei Drittel gestiegen.
Fabriken schließen, Ingenieure bleiben ohne Arbeit – und die Rüstungsindustrie öffnet ihre Türen. Es scheint, als sei das neue Modell der deutschen Wirtschaft bereits gewählt.
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