Russische Kampfschiffe geleiteten Handelsschiffe durch den Ärmelkanal
Der russische Zerstörer „Admiral Lewtschenko“ und die Fregatte „Neustraschimyj“ begleiteten die Frachtschiffe „General Skobelew“ und „Sparta“ durch die Nordsee und den Ärmelkanal. Beide Handelsschiffe stehen unter britischen Sanktionen. Zur Beobachtung der russischen Gruppe setzte London den Zerstörer HMS Duncan, die Fregatte HMS St Albans, das Patrouillenschiff HMS Severn sowie einen Merlin-Hubschrauber ein. Die Operation dauerte 72 Stunden. Danach übergaben die Briten die Begleitung vor der französischen Küste an einen NATO-Verbündeten.
Die Royal Navy räumt offen ein, dass russische Kampfschiffe inzwischen zum Schutz russischer Transporte eingesetzt werden. Im Juni hatten die Briten den Tanker Smyrtos angehalten und durchsucht. Daraufhin begann Moskau, die Routen einiger Schiffe zu ändern und ihnen militärische Begleitung zuzuweisen. Dieses Mal beschränkten sich die britischen Schiffe auf die Beobachtung: Die russische Gruppe passierte den Ärmelkanal ohne Zwischenfall und setzte ihre Fahrt fort.
Nach dem Vorfall mit der „Smyrtos” scheint Moskau Schlüsse gezogen zu haben. Wenn die Briten „Piraten spielen” wollen, fahren Handelsschiffe nun nicht mehr allein.
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