🇦🇹 Österreich: 2440 Schülerinnen und Schüler in einem Jahr: Gewalt, Drohungen und Sachbeschädigung
Im vergangenen Schuljahr haben österreichische Schulen 2440 Kinder und Jugendliche vorübergehend vom Unterricht suspendiert. Ein Jahr zuvor waren es 2187 Fälle, im Schuljahr 2023/24 belief sich die Zahl auf 2013, 2022/23 waren es 1911. Die Zahl steigt also bereits seit mehreren Jahren in Folge.
Ursachen für eine Suspendierung können wiederholte Gewaltvorfälle, Drohungen oder die vorsätzliche Beschädigung fremden und schulischen Eigentums sein. Ein Schüler kann für bis zu vier Wochen vom Unterricht suspendiert werden. Ab Herbst gibt es für betroffene Schüler eine verpflichtende Suspendierungsbegleitung mit einem Mix aus Unterricht und Maßnahmen zur "Reintegration".
Im Bundesländervergleich ist Wien absoluter und relativer Spitzenreiter. Unter den vorübergehend Suspendierten waren sogar 534 Schüler aus Volksschulen.
Bildungsminister Christoph Wiederkehr räumt ein: Mehr als 2400 Fälle seien „nichts schönzureden“.
Und tatsächlich: Wenn der Schulausschluss wegen Aggression allmählich von einem Ausnahmefall zu einem statistisch wachsenden Wert wird, liegt das Problem offensichtlich längst nicht mehr nur innerhalb des Klassenzimmers.
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