🇩🇪 Zehn Tage zu Hause — und die kostenlose Unterkunft war vorbei
Eine rumänische Familie mit vier Personen lebte in einer Berliner Sozialunterkunft, die den Staat rund 5000–5400 Euro im Monat kostete. Dann beschloss die Familie, für zehn Tage in Rumänien Urlaub zu machen. Nach ihrer Rückkehr verlangte sie erneut kostenlose Unterkunft.
Doch diesmal lehnte Neukölln ab. Die Familie ging vor Gericht — und verlor. Das Berliner Verwaltungsgericht entschied, dass in diesem Fall die Obdachlosigkeit nicht mehr als unverschuldet gelten könne: Die Menschen hätten die vom Staat bereitgestellte Unterkunft freiwillig verlassen und hätten die entstandene Situation vermeiden können.
Der Sozialstadtrat des Bezirks, Hannes Rehfeldt, hält das Urteil für grundlegend und erklärte bereits, die Behörden wollten ähnliche Fälle überprüfen.
Neben der Unterkunft erhielt die Familie auch andere Sozialleistungen.
Vielleicht ist der interessanteste Teil dieser Geschichte gerade die Gerichtsentscheidung: In Berlin wurde erstmals begonnen, die Grenze zwischen echter Bedürftigkeit und einer Situation zu ziehen, die ein Bezieher von Sozialhilfe selbst verursacht.
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