Gibt es belastbare Studien die zeigen, dass ein erhöhter LDL-Cholesterin-Wert zu Herzerkrankungen führt?
Antwort:
Kurzum: Nein.
Der sogenannte "LDL-Cholesterin"-Wert ist ein Surrogat-Marker, welcher als Risiko-Faktor für Atherosklerose bzw. Herzerkrankungen verwendet wird, aber selbst nicht alleine kausal dafür verantwortlich ist. Dies wissen wir aus den vielen widersprüchlichen Studienergebnissen. Es handelt sich dabei also um eine Scheinkorrelation - bei manchen Personen mit Herzerkrankungen ist der Wert erhöht, bei anderen nicht.
Epidemiologische Studien zeigen kein klares Bild
Wie bereits gesagt wissen wir dies, da es viele Studien gibt, die eine Korrelation von hohen LDL-Werten und Atherosklerose bzw. Herzerkrankungen zeigen (z. B.: "Low-Density Lipoprotein Cholesterol Is Predominantly Associated With Atherosclerotic Cardiovascular Disease Events in Patients With Evidence of Coronary Atherosclerosis: The Western Denmark Heart Registry"), aber auch viele Studien, in denen keine Korrelation auftritt, darunter:
🔹"LDL-C does not cause cardiovascular disease: a comprehensive review of the current literature"
🔹"Lack of an association or an inverse association between low-density-lipoprotein cholesterol and mortality in the elderly: a systematic review"
Kritische Betrachtung
Alle diese Studien zu LDL-Cholesterin sind rein epidemiologisch - also keine wissenschaftlichen Experimente - und können daher keine Aussagen über Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge ermitteln. Solche Studien bieten oft eine offene Tür für Manipulationen, da Forscher die Daten nach Belieben auswählen können, um gewünschte Ergebnisse zu erzielen. Dazu empfehlen wir unsere 2-teilige Reihe zu epidemiologischen Studien:
👉Das Problem epidemiologischer Studien - Teil 1
👉Das Problem epidemiologischer Studien - Teil 2
Ernährung ist - wie so oft - entscheidender Faktor
Wissenschaftlich gesichert wissen wir, dass diese Symptome vermehrt bei Tieren auftreten, die nicht artgerecht leben bzw. ernährt werden, z. B. bei Zootieren.
Zwei gut kontrollierte RCT-Studien mit Rhesus-Affen über einen Zeitraum von 20 Jahren haben - unter anderem - den Einfluss der Ernährung und Menge auf Herzerkrankungen untersucht.
Die Ergebnisse zeigen:
❌ Künstliche Ernährung: Je mehr künstliche Ernährung aufgenommen wurde, desto mehr Herzerkrankungen tauchten auf (Studie 1).
✅ Natürlichere Ernährung: Seltene Herzerkrankungen und kein erkennbarer Unterschied in Abhängigkeit von der Nahrungsmenge (Studie 2).
Dieser Zusammenhang lässt sich auch beim Menschen beobachten. Naturvölker sowie Menschen, welche sich BIO-LOGISCH ernähren, haben diese Symptomatiken nur sehr selten:
Wir ergänzen diese Analysen mit neuen Daten von den Hadza, einer Jäger- und Sammlerpopulation im Norden Tansanias. Die Lebenserwartung kleiner Populationen erreicht die von Industriestaaten, und Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind selten. Die Prävalenz von Fettleibigkeit ist sehr gering (< 5 %), und der durchschnittliche Körperfettanteil ist bescheiden (Frauen: 24-28 %, Männer: 9-18 %).
("Hunter-gatherers as models in public health")
Wir empfehlen dazu auch unseren Artikel zur "Cholesterin-Lüge":
👉NL BIO-LOGISCH: Ernährungs- & Gesundheitsmythen Cholesterin - Teil 1
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👉 Hier mehr über den NL CoPilot erfahren
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