Bericht über die Friedensdemos am Tag der Deutschen Einheit
Letztes Wochenende fanden Friedensdemonstrationen in Stuttgart, Berlin und Prien sowie weiteren Städten statt. Mit jeweils tausenden von Teilnehmern eigentlich ein gutes Zeichen!
So entspannt und harmonisch wie in Prien (Video Klardenker) mit ihrem fast 1.000 Teilnehmer starken, lagerübergreifenden und überparteilichen Eintritt für den Frieden, ging es in anderen Städte leider nicht zu. Tritt doch das grundsätzliche Problem der heutigen deutschen Friedensbewegung immer offener zutage: Wer darf mitmachen und wer wird ausgegrenzt?
Die teilenden Kriterien des Framings sind vielfältig:
👉links - rechts
👉wie positionierst du dich zu Corona
👉was ist mit Gaza, Russland, Venezuela, Ukraine, Israel ...
👉von Parteien wollen wir gar nicht erst anfangen
Das Begreifen, dass mit einer, diese Kriterien erfüllenden sauberen Bewegung, die friedensbewegte Menge immer kleiner wird, setzt sich so langsam durch - zumal die Zeit drängt und damit der Erfolgswunsch wächst, einen weit sichtbaren und nicht mehr zu ignorierenden Protest einer Friedensbewegung auf die Straße zu bringen.
Ausgerechnet Prof. Varwick hat dafür zu Beginn seiner Rede in Berlin treffende Wörter gefunden: „Man sei heute vermutlich nicht in allen politischen Fragen einer Meinung“. „Mehr braucht eine gemeinsame Demonstration zunächst nicht. Eine Friedensbewegung muss keine Einheitspartei werden und niemand seine politischen Überzeugungen (dafür) an der Garderobe abgeben. Aber wenn nur diejenigen gemeinsam für Frieden demonstrieren dürfen, die zuvor auch in allen anderen politischen Fragen auf dieselbe Seite sortiert wurden, wird aus einer gesellschaftlichen Bewegung schnell wieder ein Milieutreffen.“
In Stuttgart zeigte sich dies besonders negativ, fiel doch die sog. "Antifa" dadurch auf, dass sie eine ehemalige BSW-Politikerin, die bekanntermaßen für den Frieden eintritt, fast gewalttätig von der Bühne entfernen wollte. Die Polizei schritt darauf massiv ein und verhinderte Schlimmeres. Gewalt und Extremismus hat auf einer Friedensdemo nichts zu suchen, egal unter welcher Prämisse die Menschen sich für den Frieden engagieren, es sollte nur um eines gehen: Frieden!
Die für uns erfrischendste Rede hielt die 17 jährige Karla Wolf in Vertretung der Schülerproteste gegen die Wehrpflicht. Ein Hoffnungsschimmer am Horizont. Wir vom Netzwerk "Macht Frieden" und München-steht-auf finden diesen Protest unterstützenswert.
https://www.youtube.com/watch?v=NFvB4mmLQvA
Norbert Häring , IndikativJetzt und die Nachdenkseiten beleuchten verschiedene Aspekte des Demo-Geschehens am Tag der Einheit.
„Mersedeh Ghazaei, Mitglied des Bundesvorstands der Partei Die Linke, veröffentlicht über ihren Instagram-Kanal ein Video, in dem sie den Angriff auf Sevim Dagdelen ausdrücklich rechtfertigt." Berichten die Nachdenkseiten und kommentieren weiter: „Kein klarer Gedanke scheint mehr durchzudringen, wenn sich ein Bündel aufmacht und glaubt, mit Krieg gegen den Frieden Krieg und Faschismus verhindern zu können. Da passt wirklich gar nichts mehr zusammen im Oberstübchen und ich denke, das wird nicht das Ende der Gewalt gewesen sein. Der vermummte Verfassungsschutz in den Reihen der "Antifaschisten" wird schon noch für die nötige Stimmung sorgen, die das Bündel aus Politik mit ihren Medien und nGOs anheizt.“
Kriegstüchtigkeit ist kein akzeptables Ziel, sich tüchtig für den Frieden einsetzen dagegen schon.
Es lebe der Frieden, die Freiheit und die Demokratie.
https://muenchen-steht-auf.de
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