Neuauszählung in Berlin-Spandau:
CDU verliert Direktmandat an AfD
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Bei einer Nachzählung im Wahlbezirk Spandau 1 stellte sich heraus, dass das Wahlergebnis um 114 Stimmen vom gemeldeten Ergebnis abwich.
Bisheriges Ergebnis:
Bettina Meißner (CDU): 5.188 Stimmen
Tommy Tabor (AfD): 5.108 Stimmen
Vorsprung CDU: 80 Stimmen
Nach der Neuauszählung sieht das Bild genau anders herum aus:
Tommy Tabor (AfD):: 5.184 Stimmen
Bettina Meißner (CDU): 5.150 Stimmen
Vorsprung AfD: 34 Stimmen
Das könnte massive Auswirkungen auch auf andere Parteien haben:
Tabor wäre ohnehin über die AfD-Landesliste ins Abgeordnetenhaus eingezogen. Durch das gewonnene Direktmandat wird also ein Listenplatz der AfD frei.
Gleichzeitig könnte Meißner ihr Mandat verlieren – es ist aber noch nicht endgültig geklärt, ob sie stattdessen über Platz 3 der CDU-Bezirksliste ins Parlament einzieht.
Darüber hinaus kann sich die Gesamtgröße des Abgeordnetenhauses ändern. Im vorläufigen Ergebnis gibt es sieben Überhang- und 21 Ausgleichsmandate. Fällt durch die Korrektur ein CDU-Überhangmandat weg, müssen auch die Ausgleichsmandate neu berechnet werden. Landeswahlleiter Stephan Bröchler weist ausdrücklich darauf hin, dass dadurch auch Kandidaten anderer Parteien, die bislang als gewählt galten, ihren Sitz verlieren könnten.
Insgesamt kommt die AfD in Berlin auf 13 Direktmandate. Ein neuer Rekord.
1 in Reinickendorf
1 in Pankow
1 in Lichtenberg
2 in Spandau
3 in Treptow-Köpenick
5 in Marzahn-Hellersdorf
Michael Hauke - t.me/michael_hauke
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