Rainer Maria Rilke beschrieb in „Der Panther“ ein Tier im Jardin des Plantes in Paris, dessen Welt hinter tausend Stäben endet.
Wer dagegen einen Panther in Freiheit sieht, erkennt den Unterschied sofort.
Da ist diese majestätische Ruhe, diese selbstverständliche Kraft, diese vollkommene Präsenz.
Jede Bewegung gehört ihm, jeder Schritt hat Richtung. Kein rastloses Kreisen, kein gebrochener Blick.
Ein freies Tier trägt etwas in sich, das keine noch so gut gemeinte Gefangenschaft ersetzen kann.
Vielleicht liegt genau darin seine Erhabenheit: Es gehört niemandem.
Es gehört sich selbst – und seiner Welt.
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