đ Wesentliche Erkenntnisse der Nonnenstudie
ZunĂ€chst wurde die Annahme bestĂ€tigt, dass ein Zusammenhang zwischen eiweiĂhaltigen Ablagerungen im Gehirn â den sogenannten âPlaquesâ â & Alzheimer besteht. Es gab also zunĂ€chst tatsĂ€chlich Nonnen, bei denen man nach ihrem Tod in ihren Gehirnen diese Ablagerungen fand, & die, passend zur Plaques-Theorie â zu Lebzeiten an Alzheimer erkrankt sind. Dann entdeckte man jedoch âeines der schlimmsten Alzheimer-Gehirne, das wir jemals hattenâ, so das Forscherteam, nĂ€mlich das Gehirn von Schwester Bernadette.
Doch Schwester Bernadette ist bis zu ihrem Lebensende mit 85 Jahren stets körperlich & geistig fit gewesen. Das passte demnach ĂŒberhaupt nicht zu der Plaques-Theorie.
Nach diesem Fall wurden auch noch weitere FĂ€lle von Nonnen entdeckt, die bis zu ihrem Lebensende sowohl geistig als auch körperlich sehr aktiv gewesen sind, obwohl ihre Gehirne starke eiweiĂhaltige Ablagerungen aufwiesen. SchlieĂlich kam man nach einer lĂ€ngeren Forschungsperiode zu dem Ergebnis, dass nur in etwa 10% der untersuchten FĂ€lle ein Zusammenhang zwischen der Plaques-Theorie & dem Alzheimer-Befund bestand.
In allen anderen FĂ€llen mussten dagegen andere Ursachen fĂŒr die Entstehung von Alzheimer herangezogen werden, unter anderem der Lebensstil. Bei Nonnen: Geistige & körperliche AktivitĂ€ten â hĂ€ufig bis ins hohe Alter, soziale Faktoren, starke GlĂ€ubigkeit, Gebet & Enthaltsamkeit (wenig bis kein Alkohol, kein Nikotin, ausgewogene & dosierte ErnĂ€hrung), sowie eine abwechslungsreiche & erfĂŒllende Arbeit.
đ§ Dies kann also vor GedĂ€chtnisverlust schĂŒtzen. Zumindest wurde durch Snowdons Forschungen gezeigt, dass die Plaques-Theorie alleine nicht ausreicht, die Entstehung von Alzheimer zu erklĂ€ren. Snowdon geht mittlerweile davon aus, dass sich der Verlust von geistigen FĂ€higkeiten zumindest teilweise auf kleinere SchlaganfĂ€lle zurĂŒckfĂŒhren lĂ€sst. Denn bei einigen Nonnen lieĂen die geistigen FĂ€higkeiten nach einer Abfolge von mehreren SchlaganfĂ€llen rapide nach.
Neueste Erkenntnisse aus der Plaques-Forschung haben auĂerdem gezeigt, dass diese Art von Ablagerungen, die oft auch als âMĂŒllâ bezeichnet werden, wohl doch kein MĂŒll sind. Dies konnte unter anderem ein Forscherteam um Rudolph Tanzi vom Massachusetts General Hospital in Boston nachweisen. Durch zahlreiche Untersuchungen an Zellkulturen fanden diese Forscher heraus, dass Plaques durchaus eine schĂŒtzende Funktion aufweisen können.
â Was können wir von Nonnen lernen, wenn es um PrĂ€vention geht?
Zumindest in Teilbereichen des Alltags können wir etwas von Nonnen lernen:
Wer etwa hÀufig in seinem Beruf Stress erlebt, sollte ebenso genug Zeit zur Kontemplation finden. Auch zeigen uns die Nonnen, wie sich ein geistig & körperlich aktives Leben positiv auf die grauen Zellen auswirken kann: So haben manche Nonnen wie Schwester Matthia aus der Nonnenstudie im biblisch anmutenden Alter von 104 Jahren noch ihr tÀgliches Arbeitspensum absolviert, geistig sehr rege & wach!
đ Quelle: Bahnbrechende Studien aus der Forschung: Die Nonnenstudie
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