Viele machen sich beim Thema Auswandern vor allem wegen einer Sache Gedanken:
„Dann lasse ich ja Familie und Freunde zurück.“
Auf eine gewisse Art stimmt das vielleicht.
Aber ganz ehrlich:
Ich bin vor 4 Jahren über 7000 Kilometer über den Atlantik ausgewandert und es fühlt sich überhaupt nicht so an, als hätte ich jemanden zurückgelassen.
Eher im Gegenteil.
Die Beziehung zu meiner Familie und zu meinen besten Freunden ist teilweise sogar besser geworden.
Wenn mich jemand besucht oder ich mal wieder in Deutschland bin, freut man sich wirklich aufeinander.
Man plant aktiv etwas zusammen.
Man nimmt sich bewusst Zeit.
Man genießt die Tage viel mehr.
Kein halbherziges Pflichtprogramm.
Kein „du könntest dich auch mal wieder melden“.
Kein ständiges Vorbeikommen aus Gewohnheit.
Und mal ehrlich:
Wir leben nicht mehr vor 30 Jahren.
Ich muss keine Briefe schreiben oder Postkarten schicken, die 3 Wochen später ankommen.
Man schreibt sich.
Man telefoniert.
Man schickt Sprachnachrichten.
Man macht Videocalls.
Man bleibt am Leben der anderen dran.
Dadurch fühlt sich Deutschland für mich gar nicht so weit weg an.
Und wenn wirklich etwas Ernstes ist, sitze ich im Flieger und bin am nächsten Tag wieder bei meiner Familie.
Auswandern heißt nicht automatisch, Menschen zu verlieren.
Manchmal zeigt es dir sogar ziemlich klar, welche Verbindungen wirklich bleiben.
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@LLauer21
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