WDR gibt mehr als eine halbe Milliarde Euro für Personal aus
Gehälter und Pensionsverpflichtungen machen rund ein Drittel der WDR-Aufwendungen aus. Allein die Verwaltung zählt 688 Stellen. Derweil fließen dem Sender fast 1,3 Milliarden Euro aus Rundfunkbeiträgen zu.
KÖLN. Der WDR hat für 2025 gut 545 Millionen Euro an Aufwendungen für sein fest angestelltes Personal ausgewiesen. Arbeitsentgelte und Pensionsverpflichtungen bildeten damit den größten Ausgabenblock des öffentlich-rechtlichen Senders. Das geht aus dem veröffentlichten Jahresabschluss hervor.
Insgesamt standen in der Betriebshaushaltsrechnung Erträgen von rund 1,6 Milliarden Euro Aufwendungen von 1,5 Milliarden Euro gegenüber. Das positive Ergebnis betrug 54,5 Millionen Euro. Rund ein Drittel der gesamten Aufwendungen entfiel damit auf das fest angestellte Personal einschließlich der Pensionsverpflichtungen.
Die mit Abstand wichtigste Einnahmequelle waren Rundfunkbeiträge in Höhe von 1,2 Milliarden Euro. In dieser Summe ist allerdings auch der gesetzlich vorgeschriebene Anteil von 1,9 Prozent zur Finanzierung der Landesmedienanstalten enthalten. Das Geld steht somit nicht vollständig dem WDR zur Verfügung.
Verwaltung umfasst 688 Stellen
Im Jahresdurchschnitt waren beim Sender rund 3.740 Planstellen besetzt. Davon entfielen 1.441 auf Produktion und Technik sowie 688 auf die Verwaltung. Der Programmbereich NRW, Wissen und Kultur umfasste 922 Stellen, der Bereich Information, Fiktion und Unterhaltung weitere 502.
Neben den Personalaufwendungen verbuchte der WDR 354,5 Millionen Euro für Urheber- und Leistungsvergütungen. Weitere rund 203 Millionen Euro entfielen auf seinen Anteil an Gemeinschaftsaufgaben und Koproduktionen von ARD und ZDF. Dazu zählen unter anderem die Filmbeschaffung durch die ARD-Tochter Degeto, Sportrechte und der Kinderkanal.
Die gesonderte Finanzrechnung weist einen liquiden Überschuss von 139,5 Millionen Euro aus. Sie berücksichtigt im Unterschied zum kaufmännisch ermittelten Ergebnis, welche Vorgänge tatsächlich zahlungswirksam sind. Abschreibungen werden beispielsweise entsprechend herausgerechnet.
Frühere Beitragsüberschüsse fließen aus der Rücklage
Den hohen liquiden Überschuss erklärt der WDR mit der Auflösung einer Rücklage, in der zuvor zusätzliche Beitragseinnahmen angespart worden waren. Diese Mittel sollen nach Angaben des Senders zur Stabilität des Rundfunkbeitrags in der Beitragsperiode von 2025 bis 2028 beitragen. Der Überschuss wird der Allgemeinen Ausgleichsrücklage zugeführt.
Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Grant Thornton aus Düsseldorf prüfte den Jahresabschluss. Der WDR-Verwaltungsrat stellte ihn im September endgültig fest. (rr)
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