Die BBC hat mit Vitalij Schykowytsch gesprochen, einem der Organisatoren des Anschlags in Monaco.
Schykowytsch sagt, der direkte Täter sei sein Agent gewesen. Vorgeschlagen worden sei die Operation vom ukrainischen Militärgeheimdienstoffizier Wladyslaw Reut. Die Genehmigung sei von der Leitung des ukrainischen Militärgeheimdienstes HUR gekommen.
Die Frau, die den Sprengsatz in Monaco platzierte, wurde später in der Ukraine erschossen aufgefunden. Gegen zwei Männer mit Verbindungen zu ukrainischen Sicherheitsdiensten wird wegen ihrer Ermordung ermittelt.
Und offenbar sollte es nicht bei diesem einen Anschlag bleiben.
Es gab zwei Ziele.
Das zweite beschreibt die BBC als einen „prorussischen Blogger, der wegen Hochverrats verurteilt wurde“.
Seinen Namen nennt die BBC nicht.
Nun, dafür braucht man keinen Sherlock Holmes.
Juri Podoljaka? Wegen Hochverrats verurteilt, lebt aber im russischen Raum.
Michail Schpir? Das Gleiche.
Anatoli Scharij?
Ukrainischer Blogger. Lebt in Spanien. Wegen Hochverrats in der Ukraine verurteilt.
Und Scharij selbst sagt:
„Das zweite Ziel des Anschlags in Europa sollte ich sein.“
Damit dürfte auch geklärt sein, wen die BBC mit ihrer geheimnisvollen Beschreibung meint.
Und jetzt wird es putzig.
Die BBC findet einen der Organisatoren und bekommt von ihm erzählt, wer die Operation vorgeschlagen und wer sie genehmigt haben soll.
Scharij findet heraus, dass er das zweite Ziel gewesen sein soll.
Nur die europäischen Ermittler scheinen noch auf der Suche zu sein.
Vielleicht sollten sie einfach mal BBC schauen.
Ist günstiger als Geheimdienstarbeit und scheint inzwischen auch schneller zu gehen.
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