„Die selbsternannten Hüter der Demokratie und ewigen Mahner vor "Polizeigewalt" haben ein bemerkenswert selektives Gedächtnis. Wenn die SPD heute wieder einmal den moralischen Zeigefinger ausfährt und uns über Repression und staatliche Verantwortung belehrt, lohnt sich eine kleine Auffrischung in Sachen sozialdemokratischer Deeskalationsstrategie:
der Berliner Blutmai 1929.
Unter der fürsorglichen Ägide von SPD-Polizeipräsident Karl Zörgiebel und dem sozialdemokratischen preußischen Innenminister Albert Grzesinski zeigte die angebliche "Arbeiterpartei", wie man souverän mit unliebsamen Demonstranten umgeht.
Man diskutiert nicht, man feuert keine Gummigeschosse ab – nein, man lässt unglaubliche 11.000 Schuss scharfe Munition in die dicht besiedelten Wohnviertel im Wedding und in Neukölln feuern.
Die Bilanz dieser sozialdemokratischen Fürsorge:
Über 30 Tote und Hunderte Verletzte. Darunter nicht nur kommunistische Provokateure, sondern reihenweise völlig unbeteiligte Zivilisten.
Alte Männer und Frauen, die auf dem Balkon standen, wurden buchstäblich in ihren eigenen Wohnungen hingerichtet.
Ironie der Geschichte:
Sogar der eigene SPD-Genosse Max Gemeinhardt wurde beim arglosen Blick aus dem Fenster von den Kugeln der Zörgiebel-Polizei niedergestreckt.
Einfach ein bedauerlicher Kollateralschaden für den "Schutz der Republik", nicht wahr?
Und wie es sich für glühende Demokraten gehört, wurde eine offizielle amtliche Untersuchung danach natürlich durch die SPD-Führung vornehm blockiert.
Man verbot stattdessen kurzerhand den politischen Gegner, klopfte sich gegenseitig auf die Schulter und wusch die Hände in Unschuld.
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