Man kann vieles falsch machen. Man kann scheitern, abstürzen und beschissene Entscheidungen treffen. Aber wer mit Drogen Geschäfte macht und nach den erhobenen Vorwürfen selbst vor dem Verkauf an Minderjährige nicht Halt gemacht hat, hat jede selbst zur Schau gestellte Moral zur dreckigen Farce gemacht.
Jahrelang Ideale predigen, von Haltung, Gemeinschaft, Verantwortung und Zukunft reden – und gleichzeitig für ein paar beschissene Euro genau die eigene Jugend vergiften, die man angeblich schützen will. Tiefer kann man seine eigenen Werte kaum verkaufen.
Das ist kein „Ausrutscher“. Das ist die Entscheidung, Geld über Verantwortung und den eigenen Vorteil über die Gesundheit anderer zu stellen. Wer Minderjährige als Kundschaft akzeptiert, hat den moralischen Kompass nicht verloren – er hat ihn bewusst gegen Bargeld eingetauscht.
Und wenn irgendwann die Gefängnistür wieder aufgeht, wird sich noch etwas zeigen: wer tatsächlich Rückgrat besitzt und wer plötzlich unter Gedächtnisverlust leidet.
Wir werden sehr genau registrieren, wer ihn anschließend wieder hofiert, ihn in Strukturen zurückholt oder so tut, als wäre nie etwas gewesen. Nicht jeder Fehler macht einen Menschen für immer untragbar – aber Vergebung setzt Verantwortung, Konsequenzen und echte Veränderung voraus. Wegsehen und Vergessen gehören nicht dazu.
Manche Menschen verkaufen ihre Ideale.
Ich hätte es nicht von dir erwartet Oli - für mich bist du gestorben!
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