Ein Tag in Stuttgart. Zwischen Schillerplatz und Schlossplatz, Alter Kanzlei, Altem Schloss und Markthalle gibt es erstaunlich viel zu entdecken, wenn man sich einfach treiben lässt.
Ich kenne Stuttgart noch gut aus meiner Zeit in Ludwigsburg. Damals war die Stadt ganz selbstverständlich ein Teil meines Lebens. Heute schaue ich mit etwas Abstand darauf und sehe vieles anders, aufmerksamer vielleicht.
Historische Fassaden, ruhige Innenhöfe, Kunst zwischen jahrhundertealten Mauern, das bunte Leben in der Markthalle und zwischendurch ein Glas Rosé in der Champagnerbar im Breuni. 🥂
Am Schlossplatz fiel mir dann der große Schriftzug „Das kalte Herz“ am Kunstgebäude ins Auge. Der Titel war mir sofort vertraut. Viele von uns im Osten kennen die Geschichte wohl vor allem durch den DEFA-Märchenfilm von 1950.
Dabei stammt das Märchen bereits von Wilhelm Hauff, wurde 1827 veröffentlicht – und Hauff wurde in Stuttgart geboren.
Gerade jetzt wird „Das kalte Herz“ im Kunstgebäude in einer Ausstellung aufgegriffen und mit zeitgenössischer Kunst verbunden.
Ich fand diesen kleinen Zufall schön: Eine Geschichte, die für mich auch mit Kindheit und DDR-Erinnerungen verbunden ist, begegnet mir Jahrzehnte später ausgerechnet hier wieder.
Stuttgart zeigt sich nicht auf einen einzigen Blick. Es sind gerade die kleinen Dinge, die ich mag: alte Mauern neben modernem Stadtleben, versteckte Durchgänge, besondere Architektur und immer wieder diese Mischung aus Geschichte und Gegenwart.
Und dann sitzt man am Schlossplatz vor dem Neuen Schloss, schaut auf das Wasser und merkt, wie schön es sein kann, an einen vertrauten Ort zurückzukehren.
Ich erinnere mich gern an die Jahre hier im Süden. Heute sehe ich diese Zeit aus einer anderen Perspektive, aber die Verbundenheit ist geblieben.
Ich mag Stuttgart einfach – mit seinen schönen Seiten, seinen Eigenheiten und all seinen Facetten.
@kativersum
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